Ihre Geschichte

Hund, Katze, Maus, Pferd oder Vogel

… in einem Haushalt mit Tieren ist immer was los und es gibt viel zu erzählen: Lustiges und Spannendes, verblüffende Ereignisse, traurige Begebenheiten und viele fröhliche Anekdoten.
Und zu sehen gibt es auch jede Menge: originelle Schnappschüsse in Hülle und Fülle!
Und was passiert mit all den Geschichten und Fotos? Sie geraten in Vergessenheit, stauben in Schubladen vor sich hin oder werden allenfalls auf der eigenen Homepage veröffentlicht, wo der interessierte Leser sie nur durch Zufall findet. Das ist schade, vor allem, weil es ja viele Leserinnen und Leser gibt, die Tiergeschichten lieben. Und genau aus diesem Grund möchten wir den Stories und Fotos rund um Hund, Katze und Maus hier auf dieser Seite sammeln und ihnen unter dem einprägsamen Domain-Namen www.tiergeschichten.de eine Plattform bieten.


Schicken Sie uns Ihre Geschichten direkt an feedback@tiergeschichten.de.

Natürlich gehts auch per Post, dann landet Ihre Geschichte im Briefkasten der Redaktion:

Edith Nebel
Hermann-Seeger-Strasse 1
73760 Ostfildern

Foto: © Rainer Sturm / http://www.pixelio.de

 


 

 

 

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17 Kommentare

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  1. Liebe Frau Nebel
    Guten Morgen und was für ein schöner sonniger Morgen es ist, da geht es mir gleich recht gut. Ich wollte nur nachfragen, ob meine Geschichte von Kater Jimmy schon angekommen ist? Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und schicke Ihnen viele Grüße
    Uschi Geier

  2. Liebe Frau Nebel,
    vielen Dank für den netten Eintrag in mein Gästebuch auf meiner HP.
    Es freut mich, dass Ihnen meine Geschichte gefällt.
    Die Geschichte schrieb ich 2004. Damals hatte ich noch keine Katzenpension, meine Gäste teilten Bett und Tisch mit mir 😉 .
    Im letzten Jahr habe ich dann meine Katzenpension “Fuchsbau“ eröffnet.
    Ich liebe es, mit diesen eigensinnigen Geschöpfen zu leben.

    Ganz liebe Grüße,

    Marita Fuchs

  3. liebe Frau Nebel,
    eine gute Idee Geschichten zu veröffentlichen, weiterhin viel Erfolg.

  4. Liebe Frau Nebel,

    in meinem Blog haben sich einige Tiergeschichten gesammelt, die ich gerne hier zur Verfügung stellen würde. Beim Reinlesen in manche Geschichten hier ist mir die Mailadresse des Autors unter dem Text aufgefallen – ist das Pflicht? Das möchte ich nämlich auf keinen Fall, für Rückfragen steht im Blog ein Kontaktformular zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Alexandra Ganz

  5. Wer oder was ist Spottdrossel.de? Ich kann mit solchen Dingen gar nichts anfangen, nichts anfangen kann ich auch mit Tiere aus Rußland… wie kommen die hierher? Es gibt hier reichlich Tierheime, die Unterstüzung brauchen. Die Unsitte kranke oder streunende Tiere aus Spanien, Türkei oder gar Rußland mitzunehmen hilft niemand. Wenn man es denn unbedingt tut, muß man auch für selbst für den Tierarzt aufkommen!
    Schade für Ihre Seite tiergeschichten.de
    Ich fürchte fast, daß so genannte Tierfreunde mich hier mißverstehen wollen(werden).
    Wenn dem so ist, muß ich das Forum wohl meiden.
    Es würde mir herzlich leid tun.
    Liebe Grüße
    Hans Witteborg

  6. Liebe Spottdrossel Alexandra Ganz,

    nein, das mit der E-Mail-Adresse ist keine Pflicht. Wir machen’s, weil manchmal Verlage mit den Autoren Kontakt aufnehmen. Aber wenn sie sich via Blog an Sie wenden können, ist alles in Butter. Dann können wir Ihre Seite verlinken. Und wenn Sie einfach nur „Spottdrossel“ als Autorenname drunterstehen haben wollen, keine URL und nix, dann können wir auch damit leben. Da sind wir flexibel.

    ***

    Lieber Hauspoet,

    manchmal ist bei den Leuten halt das Herz größer als der Geldbeutel. Und weil Freunde uns gebeten hatten, haben wir den Aufruf veröffentlicht. Abweichende Meinungen müssen wir natürlich akzeptieren. Kritische Ansichten sind das gute Recht eines Menschen.

    • Dietmar
    • Dietmar on 13. April 2012 at 09:39
      Author

    Ich habe mich schon etwas in das gefiederte Tagebuch von Alexandra Ganz eingelesen und freue mich schon darauf ihre locker und anschaulich geschriebenen Geschichten hier bei uns veröffentlichen zu dürfen.

    #

    Lieber Hauspoet,

    die Spottdrossel ist kein Verlag sondern ein Blog. Klickt man in Alexandras Kommentar auf den Namen führt Sie das zu ihrem Blog.

    Ansonsten schliesse ich mich dem Kommentar von Edith an. Wie sagte schon Albert Einstein:

    „Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden völlig einig sind, ist ein verlorener Abend.“

  7. Ich findes diesen Blog hier super und würde mich freuen auch alt Autorin, es kommen noch weitere Gedichte und Geschichten dann, hier präsent zu sein. Ich habe diese Seiten hier auch bei mir verlinkt. Es ist schön, wenn man gegenseitg auf sich und seine Tiere aufmerksam machen kann und die Tiergeschichten hier, kommen auch auf meine Kinderseiten als wertvoller Link.
    Herzliche Grüße von Celine Rosenkind

  8. Hallo Frau Nebel,
    nun habe ich endlich Ihre Seite gefunden! Vor einem Jahr, 2011/04/04/tücke-des.objekts, teilten Sie mir von meinem übernommenen Foto – Was mache ich hier eigentlich? mit. Anfangs gabs bei der Suche Schwierigkeiten (oder habe etwas fehlerhaft eingegeben)?
    Vielleicht haben Sie Interesse, auch mal einen Blick in meine HP zu werfen? Das würde mich freuen!
    Dort gibt es auch eine Hundegeschichte.
    Herzliche Grüße sendet Ihnen und Ihrem Team
    Ingrid Nickel

  9. Liebe Frau Nebel,

    ich wollte Ihnen eigentlich meine Geschichte mit den Bärenkindern noch einmal über die angegebene
    Mail-Adresse feedback@tiergeschichten.de. schicken, weil ich mir nicht sicher bin, dass das Bild zu meinem Gedicht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Aber es wurde nicht verschickt, weil es hieß „Kein Treffer gefunden“.
    Als ich meine Luchskinder sandte, konnte ich das Bild hier sehen. Bei meinem Bärengemälde nicht. Ich hoffe, sie melden sich, wenn das Bild nicht zu finden ist.

    liebe Grüße,

    Heidi Schmitt-Lermann

  10. Liebe Frau Nebel,

    ich habe wieder ein Gdicht mit Bild gesendet. Ich hoffe auch das Bild ist mitgekommen.

    liebe Grüße,

    Heidi Schmitt-Lermann

  11. Liebe Frau Nebel,

    ist mein Gedicht mit Bild “ Der Schwan“ nicht angekommen,bei Ihnen? Ich hatte es am 16. 06. gechickt. Ich möchte Sie eigentlich nicht nerven, aber ich weiß immer nicht ob etwas angekommen ist.

    liebe Grüße,

    Heidi Schmitt-Lermann

      • edithtg
      • edithtg on 19. Juni 2012 at 12:50

      Der Schwan war pünktlich da – aber ich nicht. Geht morgen online. 🙂

    • W.R.Guthmann on 27. Oktober 2013 at 22:29

    Die Spinne Thekla

    Unser Grundstück ist ein Gehöft, wie die meisten in unserer Gegend. Es gibt den obligatorischen Wachhund, den manche der Nachbarn durch ein Pärchen Pommersche Gänse ersetzen, wenn sie bereit sind, keinen Besuch mehr zu empfangen. Dann sind da noch die Katze oder auch mehrere Katzen. Manchmal auch ein schöner strammer Kater, als der Liebling aller Katzen im Umkreis, aber auch der ungeliebte „Schwiegersohn“ aller Katzenfrauchen. Das liegt daran, dass der Kater nachts bis zur Haustür schleicht und dort seine Duftmarke hinterlässt. Für die Katzendamen ist es wahrscheinlich Prosecco, aber für die Hausfrau nur eine stinkende Schweinerei. Aber das ist eine Geschichte für sich.
    In Stall und Scheune gibt es häufig noch Kaninchen, Meerschweinchen und Hühner. Das Futter, vor allem Getreide und Mais, lockt natürlich auch ungebetene Haustiere wie Ratten, Mäuse und seit einiger Zeit auch Waschbären an. Der Fuchs, der jeden Tag außen am Zaun entlang schleicht und die Hühner zum Fressen gern hat und der rote Milan, der im Tiefflug hofft, kleine gelbe Küken zu finden, zählen allerdings nicht zu den Haustieren, die man sich gern wünscht und nebenbei mit füttert. Das erwarten dafür Heerscharen von Staren, Dutzende Spatzen und einzelne Amseln, die sehr standorttreu sind. Den Steinmarder in der Scheune kann man nur dulden und akzeptieren, solange er die eigenen Hühner und deren Eier in Ruhe lässt. Leider haben die Vorfahren aus Unwissenheit die einst heimische Eule bei Umbauarbeiten an der Scheune für immer ausgesperrt. Dabei wird doch der Raum in der Spitze dieses Gebäudes sonst nicht genutzt. Aber auch das ist eine Geschichte für sich.
    Neben den bereits erwähnten Tieren gibt es natürlich noch Unmengen von Insekten, die Waben bauen und nebenbei süßen Honig produzieren, der nachts den Dachs anlockt. Käfer überwintern in den Rollokästen, die Raupen der Falter und bunten Schmetterlinge fressen unsere Kohl- und Salatpflanzen und werden per Hand abgelesen und den Vögeln zum Fraß vorgeworfen. Dazu gibt es Mücken und Fliegen in allen Größen und Aggressivitäten. Aber die Natur weiß sich zu helfen und erschuf als Gegengewicht die Spinnen. Spinnen mit langen und kurzen Beinen, große und kleine Arten.
    Und nun sind wir endlich bei meinem Liebling, der Kreuzspinne Thekla. Den Namen fand ich damals in der Zeichentrickfilmserie „Biene Maja“ schon passend und prägnant. Mein Leben mit Thekla begann, als ich eines Tages im Garten aus Versehen ein großes Spinnennetz zerriss. Bisher hatte ich nie darauf geachtet. Aber diesmal erlebte ich, wie die zuständige Spinne aus einem schmalen Spalt in dem Fliederstamm kroch, sich förmlich entfaltete und eine imposante Kreuzspinne wurde. Das Kreuz auf dem Rücken flösst Respekt ein. Die Spinne inspizierte die Reste ihres wahrscheinlich größten und schönsten Netzes des bisherigen Lebens. Es war ursprünglich zwischen dem Fliederstamm und der Zuckerhutfichte gespannt und nun an einer Seite total abgerissen. Die Baumeisterin kletterte aufgeregt darauf herum. Ich dachte, sie würde nun nach unten krabbeln und auf dem Erdboden zur anderen Seite laufen, um den erforderlichen ersten Faden wieder zu spannen. Diesen Fangplatz würde sie wahrscheinlich nie aufgeben, um sich einen neuen zu suchen. Doch dieser Weg war wahrscheinlich zu riskant bei den vielen Lebewesen, die auf dem Erdboden lebten und andere Tiere genauso wie die Spinne als Jagdbeute in ihre Gewalt bringen wollen. Und schon war sie wieder am arbeiten, um das Netz noch größer und prächtiger zu bauen. Die Größe des Netzes und der geeignete Standort bestimmten natürlich die Höhe der gefangenen und erbeuteten Tiere für die eigene Ernährung und für die Aufzucht des Nachwuchses. Also kletterte sie am Flieder empor, bis sie einen Zweig erreichte, der fast bis über die Zuckerhutfichte reichte. Und dort ließ sie sich an einem ständig von ihr produzierten Faden in die Tiefe gleiten oder wie sagt man sonst zu dieser Art der Fortbewegung? Fassadenkletterer und Fensterputzer an der Außenfassade der Hochhäuser müssen doch bei diesem Anblick vor Neid erblassen. Spinne Thekla jedenfalls erreichte sehr schnell den Ort, wo sie den ersten Faden ihres Netzes befestigte. Dann kletterte sie an diesem Faden zurück auf die andere Seite und zog dabei einen neuen Faden mit sich. Ich hatte Zeit und die Neugierde oder der Wissensdurst trieben mich, das Entstehen des Werkes zu beobachten. Also holte ich mir einen Stuhl und die große Lupe. Allerdings auch etwas zu essen und zu trinken und kam so erst nach geraumer Zeit wieder an den Ort, an dem wahre Wunder geschehen. Ich musste erstaunt feststellen, dass die Spinne, deren lateinischen Namen ich nicht einmal kenne, schon sehr viel geschafft hatte. Und bei mir war unterwegs die Frage aufgetaucht, was die Spinne macht, damit sie nicht an ihren eigenen Fäden kleben bleibt. Sie klettert ja schließlich nur noch in ihrem eigenen Netz, unabhängig davon, ob sie repariert oder sich mit der Beute beschäftigt. Die Antwort auf diese Frage fand ich neulich in einem Sammelalbum für Kinder. Die Spinne spinnt grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Fäden. Die Fäden, die zum Halten, Spannen und Laufen benutzt werden, enthalten keinen Kleber. Aber dafür sind die spiralförmig das eigentliche Fangnetz bildenden Fäden äußerst klebrig und halten die typischen Beutetiere fest, bis Thekla sie mit einem festen Biß von den anstrengenden Befreiungsversuchen erlöst. Danach frisst sie einen Teil der Tiere und einen anderen Teil wickelt sie wie Mumien mittels eines Fadens ein. Wahre Fundgruben und Fressbomben sind die Mücken, die gerade eben ihren Stachel in meine Haut gebohrt und sich an meinem Blut voll gesogen haben. Thekla hat bis zum anfangenden Sonnenuntergang gebraucht, um sich ein neues Netz zu weben. Ich kam gerade dazu, als sie sich wieder in ihr Versteck am Fliederstamm zurück zog. Da konnte ich im Licht der tief stehenden Sonne ganz deutlich den Signalfaden sehen, den sie bis in ihr Versteck spannte. Bewegt sich etwas in dem Netz, wird ihr das sofort in ihre Behausung signalisiert. Sicher sagt ihr die Erfahrung anhand der Geräusche und Bewegungen, um welche Art von Beute es sich handelt. In der kurzen Zeit, die bis zur völligen Dunkelheit blieb, verfing sich eine Unmenge von kleinen Fliegern in dem Netz. Thekla kam nicht mehr dazu, die Vorteile der Signalisierung zu genießen, sie war nur noch mit der Verarbeitung der Beute beschäftigt. Vielleicht hatte sie auch Nachwuchs, der irgendwo versteckt war und gefüttert wurde. Wenn ich unter dem Netz ein großes weißes Tuch auslegen würde, könnte ich interessante Untersuchungen anstellen. Aber das ist nicht mein Interessengebiet. Ich erfreue mich nur an den sichtbaren Webereien und der Signaltechnik, die die Natur hervor gebracht hat. Und wenn ich morgen früh an der Marmelade eine Fliege fangen sollte, werde ich sie zur Begrüßung mit Schwung in Theklas Netz werfen und warten, bis diese allgemein zu Unrecht verrufene Spinne angelaufen kommt und mir dabei ihr schönes Kreuz auf dem Rücken zeigt.

    27.10.2013 © Wolf-Rüdiger Guthmann

  12. Danke! Ich werde die Spinnengeschichte schnellstmöglich verarbeiten und ganz regulär zu unseren Beiträgen stellen.

    • W.R.Guthmann on 29. Oktober 2013 at 21:06

    Die Friedhofsjagd

    Der Tod ist auch bei den Menschen die letzte und vielleicht schrecklichste Erscheinungsform. Um die Erinnerung an die Verstorbenen zu bewahren und manchmal auch das schlechte Gewissen zu beruhigen, gibt es die Friedhöfe. Kein Mensch wird einfach wie ein Hund verscharrt und vergessen. Im Gegenteil. Da werden riesige Steine aufgestellt und manchmal ein ganzes Blumenmeer angelegt. Es werden kein Aufwand und keine Kosten gescheut, um exquisite Pflanzen als Dekoration zu verwenden. Da wird alles eingesetzt, was auf den städtischen und kirchlichen letzten Ruhestätten erlaubt ist. Die Blumen und Pflänzchen werden mit dem Zollstock, der eigentlich ein Metermaß ist, vermessen und in die richtige Position gerückt. Der Dünger wird laut Gebrauchsanweisung verstreut und vergossen, auch wenn es schon langsam dunkelt und gruselige Schauer den Rücken hinunter jagen. Hauptsache, das letzte personengebundene Stück Land grünt und blüht so, dass es eine Augenweide ist. Und in diesem ca. 1,5 Quadratmeter großen Parkteil erhebt sich plötzlich mittendrin ein großer schwarzer frisch aufgeworfener Maulwurfshaufen oder es sind morgens alle Blüten und manchmal sogar die Pflanzen abgefressen. Hasen, Kaninchen und Rehe haben die nächtliche Ruhe genutzt, um aus der Anlage der Ruhestätten einen Delikatessenladen für Wildtiere zu machen, wo jeder nach Herzenslust die besten und edelsten Futterpflanzen suchen und verzehren konnte. Kein Wunder, dass der Mensch da sehr erbost ist und rigorose Maßnahmen zur Entfernung dieser Grabräuber fordert. Zeitungen werden mit Lesermeinungen gefüllt und teure Gutachten von Friedhofs- und Gärtnereiexperten eingeholt. Die Polizei und der Gemeinderat werden beschäftigt und ein Rechtsanwalt kostenpflichtig bemüht. Als Endeffekt stellt sich heraus, die geschützten Maulwürfe sind tabu. Auslegen von Gift ist verboten. Schießen mit Jagdgewehren und durch Jäger ist auch nicht möglich, da es im Umkreis von 1 km Häuser und Straßen gibt. Verirrte Kugeln könnten mehr als nur ein Reh zur Strecke bringen. Hasen und Rehe sind nur zeitweilige Besucher. Also bleibt nur die Jagd auf die Kaninchen in ihren Bauen. Und da gibt es zwei Methoden, die sich inzwischen heraus kristallisiert und bewährt haben. Das eine ist die Bergwerksmethode, indem man Frettchen in die ausgedehnten Baue schickt, um die alten und jungen Kaninchen an das Tageslicht zu zerren, wo sie in Säcke gesteckt und dann in fernen Wäldern wieder ausgesetzt werden.
    Die andere Möglichkeit ist die Falknerei, bei der ausgebildete Falken durch erfahrene Züchter und Trainer auf die Kaninchen gehetzt werden.
    Ich kam zufällig dazu, als beide Methoden durchgeführt wurden. Das Frettchen war schnell unter der Erde verschwunden und man hörte, dass sich dort unten zwei Tiere etwas unfreundlich begegneten. Aber das Frettchen tauchte nicht wieder auf. Also mussten zwei starke und geschulte Männer den UB 1, den Universalbagger namens Spaten ergreifen und sich in die Tiefe graben. Zum Schluss hielt einer das Frettchen und der andere das zappelnde Kaninchen in den Händen. Wahrscheinlich bedingt durch Baumwurzeln konnte das Frettchen seine Beute nicht packen und riss ihm nur die Rückenhaare aus. Das Kaninchen hatte dort eine große kahle Stelle. Aber das ist nur augenblicklicher Schönheitsverlust. Das wächst in der neuen Freiheit und Heimat schnell wieder zu.
    Bei der Fangmethode mit dem Falken, der sogenannten Beizjagd, gab es mehr zu sehen, wenn man aufpasste und nicht nur den weiblichen Tiertrainer bewunderte, mit dem gemeinsam so mancher der anwesenden Herren eine Runde geflogen wär. Erst hieß es Geduld bewahren, bis sich die erschreckten Kaninchen wieder aus ihren Bauen wagten und in einiger Entfernung von uns sich erneut als Grabschänder betätigten. Da nahm die Falknerin dem gefiederten Freund auf ihrem Arm die kleine Lederkappe vom Kopf und ließ ihn in die Luft steigen. Der Falke flog nur einen Halbkreis, um sich zu orientieren und schnellte dann wie ein Pfeil auf ein Kaninchen zu. Er erwischte seine Beute und schlug seine Fänge tief in das Rückenteil des Felltieres. Alles Nachfolgende war nur Unterhaltung für Krimifreunde und Horrorfans. Es gab ausreichend Blut zu sehen, da der Falke sein Opfer auch als seine Beute ansah und sich genüsslich darüber her machte. Ein Entzug oder eine Trennung von Jäger und Gejagtem schien in diesem Zustand des Falken nicht angebracht.
    Bei beiden Methoden wurde mit jedem Jagdtier ohne großen Aufwand, abgesehen von den bergbaulichen Arbeiten der Helfer, nur je ein gejagtes Tier erbeutet. Für die Jäger ein vorzeigbares Ergebnis, aber für die Friedhofsbesucher nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Beim Verlassen der Anlage zählte ich 22 Kaninchen, die mir begegneten. Also müsste diese Aktion noch mindestens 11 mal durchgeführt werden, um nur die von mir gesehenen Exemplare zu erwischen. Aber in dieser Zeit haben diese Tiefbauexperten die unterirdischen Liebeshöhlen und Kinderstuben erweitert und ihre Familien fleißig vergrößert. Und unsere Kinder und Enkel können nun auch ohne Fragen endlich verstehen, wozu Friedhöfe nützlich sind.
    29.10.2013 © Wolf-Rüdiger Guthmann

  13. Liebe ‚Frau Nebel,

    ich weiß, dass um die Weihnachtszeit viel zu tun ist. Ich habe Ihnen noch vor Weihnachten meine „Die Pferde der Winterfee“ gepostet. Ich hoffe, sie sind angekommen. Sonst versuche ich es noch einmal.

    Liebe Grüße,

    Heidi

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