Lumpi backt Plätzchen

Lumpi, der Dackmischling von Opa August, hat schon viel erlebt. Er war schon auf dem Weihnachtsmarkt und auf dem Flohmarkt. Er war auch schon in der Schule. Das war alles sehr lustig. Aber heute, so hat ihm Kelly verspochen, darf er zum ersten Mal Plätzchen backen.

Lumpi der kleine Hund mit den großen braunen Augen ist deswegen gestern schon ins Dorf gelaufen um all seinen Freunden zu berichten, dass er heute Weihnachshundekekse backen würde. Er war beim Metzger Emil. Der hat ihm eine Wurst gegeben.

Auf seinem Streifzug durch das Dorf hat er auch vieles gesehen: die festlichen Tannen, die überall standen und die bunten Lichter, die überall brannten. Das ganze Dorf sah wie ein Weihnachtsmärchen aus.

Ganz früh am Morgen war Lumpi heute schon wach und Kelly, die Enkeltochter von Opa August, auch. August hat etwas länger geschlafen. Nun ja August ist ja schon ein uralter Mann und hat alle Zeit der Welt. Lumpi ja eigentlich auch, aber heute nicht, denn das Plätzchen backen konnte er kaum erwarten.

Bei den Hundekeksen darf Lumpi helfen


Jetzt geht es los. Das Mädchen holt alle Zutaten: Mehl, Eier, Zucker und noch vieles mehr. Noch darf Lumpi nur zuschauen. Kelly hat gesagt: So lange ich Plätzchen für Opa mache, musst du weg bleiben und darfst nur zusehen. Aber dann, wenn du sehr lieb bist, darfst du bei deinen Keksen mithelfen.“
Es fällt dem lustigen Hündchen sehr schwer, lieb und leise zu sein.

Kelly arbeitet sehr fleißig. Bald sind die ersten Plätzchen im Rohr. Es sind Ausstecherchen. Nicht lange darauf kommen die Makronen dran. Der Duft lockt sogar Opa aus seinem Zimmer. Er liebt Süßes über alles. Aber noch sind die Weihnachtsgutzle wie sie August immer nennt, nicht fertig.

Der alte Mann nimmt seien Hund und legt sich mit ihn auf das Sofa. Eigentlich wollte Lumpi lieber in der Küche bei Kelly bleiben aber das Kuscheln mit seinem Herrchen liebt er auch sehr. Die beiden müssen wahrscheinlich etwas eingeschlafen sein.

Das Mädchen ruft nun ganz laut nach Lumpi. „Auf geht’s, du Strolch, du wolltest doch backen helfen!“ „Der alte Hund springt vom Sofa und mit einen Satz in die Küche. Auch sein Herrchen kommt langsam hinter her. Er will von den Plätzchen probieren. Seine Enkeltochter weiß das genau und hat schon eine kleine Portion und eine Tasse Kaffee bereitgestellt.

Mehl, Eier, Milch und Hackfleisch …


Nun geht das Hundeplätzchenbacken los. Zuerst nimmt Kelly Mehl, Eier, Milch und etwas Hackfleisch – das Fleisch hat das Mädchen vorher etwas angebraten. Aus den Zutaten macht Kellly einen Teig, und wellt ihn aus. Nun darf Lumpi mithelfen.

Mit einer besonderen Ausstechform sticht das Kind Plätzchen aus, die wie ein Knochen aussehen, und der Dackel darf diese mit seiner Schnauze auf sein eigenes Backblech legen. Nun ja, es gelingt ihm nicht immer. Einige fallen auf den Fußboden, wieder andere verformen sich, aber der Hund hat seinen Spass.

Über und über ist Lumpis Fell mit Mehl bestäubt. Er hat mit seinem S c h w a n z auch ein Ei runtergeworfen, dieses ging dabei entzwei. Aber das alles ist egal. Das ganze Haus duftet nach Hundekeksen .Als die Kekse fertig sind, werden sie noch mit Eigelb bestrichen. Auf die großen, die Kelly extra von Hand gefertigt hat, darf Lumpi einen Pfotenabdruck machen. Die Plätzchen sehen echt super aus .

Alle schlafen, Opa nascht


Der kleine Dackelmix ist vom Zusehen und Helfen sehr müde geworden. Er legt sich recht bald in sein Körbchen und schläft ein. Kelly macht die Küche sauber und verstaut die Kekse in Dosen. Bald darauf geht das Kind auch schlafen. Nur Opa August ist noch wach Er bedient sich noch einmal an den Plätzchen. In der Eile hat er wohl unbemerkt die Dose mit den Keksen für Lumpi erwischt. Und als er in eine Keks beißt, ruft er entsetzt: „O nein, wie schmecken die denn?“
Kelly hat alles mitbekommen, da ihr Opa so laut war, und sie muss laut lachen
Sie fragt ihren Opa August, warum es denn Weihnachtsplätzchen heißt. Sogar Lumpi wartet ganz geduldig.

Am 6. Dezember ist Nikolaus, und da bekommt jeder einige von seinen Plätzchen, die anderen werden dann an den Weihnachtsfeiertagen gegessen. Die Plätzen schmecken vorzüglich. Lumpi knabbert seine Kekse laut schmatzend, was wohl auch heißen soll, das die Hundeplätzchen auch lecker sind.

Frohe Weihnachten für alle!

 




Autor: Roswitha Waldbüßer

ro.waldbuesser@gmail.com


Fotograf/Künstler: © Feline Rupprecht / www.pixelio.de

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2 Kommentare

  1. *Kicher* – Dass das am Schluss noch schiefgeht mit den verschiedenen Kekssorten, das hab ich NICHT kommen gesehen!

  2. Hallo Rosi

    endlich wieder eine Geschichte von dir, ist super geschrieben.
    Da wird mir so richtig „weihnachtlich“ ums Herz.Habe gehört
    dein erstes Buch ist fertig, freue mich schon sehr darauf und
    bei einer Anthologie bist du auch dabei, die erscheint jetzt im
    Dezember. , wie dein Buch. Du warst so richtig fleißig, und deine Geschichten
    sind einfach wunderschön.

    LG Uschi und Kater Samy

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