Sperling und Elster – Futterneid

Ein Sperling saß auf einem Ast
des Lieblingsbaums, wo er zu Gast
und wollt‘ als Erster rasch gelangen
an frisch platzierte Erdnussstangen.

Der Baum war ziemlich eingeschneit.
Noch herrschte Winter weit und breit!

Ein Weilchen blieb der Spatz allein,
bis jemand eintraf; brachte Pein:
Nahm eine Elster gleichfalls Platz
und lechzte nach dem Futterschatz!

Sie sprang und wippte immerzu.
Das bracht‘ den Sperling aus der Ruh,
der bald verlor das Gleichgewicht;
des Weiteren die Übersicht.

Auf diese Weise reichlich Schnee
fiel auf den Sperling und oh weh:
Kopfüber stürzte er hinab,
sah liegen sich im ‚weißen Grab…‘

Wie gut, dass er nur kurz verschwand
und unverletzt blieb. – Wutentbrannt
flog er ins nahe Vogelhaus.
– War’n Elstern ihm nicht stets ein Graus!?

Nr. 13/28.02.16

Abbildung: (c) Bernd Sterzl / pixelio.de

Abbildung: (c) Bernd Sterzl / pixelio.de




Autor: Christa Maria Beisswenger




Fotograf/Künstler: © Bernd Sterzl / www.pixelio.de

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1 Kommentar

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 15. März 2016 at 07:48
    • Antworten

    Frechheit der Elstern ist sehr groß,
    dieses Gedicht ist ganz famos !

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