Nachruf auf Ingo Baumgartner

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Autorinnen und Autoren,
ich habe es durch Zufall erfahren: Unser Autor Ingo Baumgartner, der uns viele Jahre mit seinen kenntnisreichen und humorvollen Gedichten und Geschichten zum Lachen und Nachdenken brachte, hat den Kampf gegen seine schwere Krankheit verloren. Es tut mir so leid!

Ich bin versucht, das zu wiederholen, was ein Journalist zum Tode Loriots formuliert hat: „Lieber Gott, viel Spaß!“

Auf jeden Fall an dieser Stelle: Lieber Ingo, vielen, vielen Dank für alles!

Baumgartner-kl




Autor: Edith Nebel

EdithNebel@aol.com
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7 Kommentare

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  1. Ich bin erschüttert…wie gerne habe ich seine humorvollen, geistreichen und lehrreichen Gedichte gelesen!
    In meinem Herzen wird er immer einen Platz haben. Unersetzlich sein Verlust für die tiergeschichten!

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 5. August 2015 at 15:50
    • Antworten

    Was für eine furchtbare Nachricht. Das allumfassende Wissen von Ingo Baumgartner habe ich bewundert. Seine Fähigkeit, dieses Wissen in Sprache zu übersetzen, ernst, humorvoll, philosophisch, war unerreichbar vollkommen. Von dem riesigen Gedichteschatz, der u.A. hier bei den Tiergeschichten veröffentlicht ist, habe ich so manches Lieblingsgedicht für mich gefunden und gesondert aufbewahrt – zum häufigen Nachlesen, Bewundern und Träumen. Das werde ich auch weiterhin tun – in Gedenken an einen wirklichen Lyriker.

  2. Das tut mir echt leid. Ich mochte seine Gedichte sehr gerne. Er wird hier eine große Lücke hinterlassen.

    • Gerhard on 6. August 2015 at 19:59
    • Antworten

    Schade, Ingo,
    wer deine Gedichte kannte, weiß was wir verloren haben.
    Menschen wie du, werden nie vergessen.
    Gerhard

    • Paul Uhl on 19. August 2015 at 14:11
    • Antworten

    Freunde, flort die Banner und
    senkt die Fahnen achtungsvoll:
    Unser Ingo lebt nicht mehr !
    Dämpft das Dichten jetzt von Dur
    schwer im Herzen nun nach Moll;
    mir wird da ums Herz so schwer…

    Salzburger, und aufrecht, ehrlich,
    Schulmeister in Dorf und Stadt,
    War politisch SPÖ –
    Lehrer, Schuldirektor gar.
    Einer, der viel Freunde hatt’,
    hielt die Lyrik in die Höh’…

    Schrieb Natur-und Tiergedichte,
    voll Gefühl und rhythmisch fein.
    Einer, der nach Bergen roch
    und ein Vorbild immer war…
    Wir woll’n Dir Bewund’rer sein,
    halten Dein Vermächtnis hoch!

  3. Lieber Ingo, ich bin sehr traurig, du wirst uns allen sehr fehlen und deine zauberhaften Tiergeschichten auch, aber in meinem Herzen hast du einen Herzensplatz.

    • E.Rasmus on 17. November 2015 at 03:34
    • Antworten

    Auch wenn schon einige Monate ihre Schatten über seinen Tod geworfen haben, so bin ich doch sehr betroffen! Ich kannte viele spritzig vielseitige Verse von Ingo Baumgartner aus der Jokers-Gedichte-Datenbank. Es waren, als diese kultbarbarisch liquidiert wurde im Dezember 2013, über 1450 von ihm. Praktisch gab es nichts, worüber Ingo Baumgartner nicht Bescheid wußte. Tiere, Pflanzen, Situationen erhielten von ihm poetische Denkmäler. Und ich bemühte mich über längere Zeit, die durch technische Veränderungen in Mitleidenschaft gezogenen Werke durch Reklamation bei den Jokers- Mitstreitern zu sanieren. Da waren gerade bei Ingo so viele Hatscheks (Quadrate) anstelle der früheren Apostrophe, die es auszumerzen galt. Eine gewisse Schicksalsanalogie in geistig schmerzlicher Hinsicht sehe ich heute – auch wenn der Vergleich sehr hinken mag – in der dann plötzlichen Entfernung der Gedichte. Ingos und meine fielen dem Kahlschlag – es handelte sich um etwa 2000 von uns beiden – als erste zum Opfer.. Nun wurden wir viel zu früh voneinander getrennt. Aber die Poesie vereint.

    Poetischer Schluß

    Zwei Schritte bis zur Ewigkeit
    Im Tunnel der Gefühle.
    Ein Licht verglimmt. Die Dunkelheit
    Umfängt den Hauch Vergangenheit
    Und flieht in Grabes Kühle.

    Der erste Schritt, man hört ihn kaum,
    Ein kleines Aufbegehren
    Wie vielerorts, ein kalter Traum,
    Und bietet doch dem zweiten Raum,
    Ihm sich nicht zu verwehren.

    Doch gebe ich Albert Schweitzer hier das letzte Wort:

    Das schönste Denkmal,
    das ein Mensch bekommen kann,
    steht in den Herzen seiner Mitmenschen.

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