«

»

Rosmaringo

Beitrag drucken

Urzeitwesen

Urzeitversprengtes, bedrohliches Wesen,
starrende Augen, kein Furchtschein zu lesen,
kurzes Gehörne auf mächtigem Schädel,
Spitzborsten tragende, schaurige Wedel,
all diesen Schrecken zeigt warnend ein Tier,
nicht im Gehölze, nein, hautnah vor mir.

Schwingt da ein Rüssel, mich schwindeln zu lassen,
schnappen da Zangen am Fuß, mich zu fassen?
Werd ich als Opfer, als Beute erkoren,
bin ich an grausame Mächte verloren?
Lupen vergrößern auch Angstfantasie,
nicht die der Fliege da vor auf dem Knie.

Foto: (c) Ingo Baumgartner



Text und Illustration: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2014/06/06/urzeitwesen/

2 Kommentare

  1. Margrit Baumgärtner

    Brilliant, Ingo – Gedicht und Foto !

  2. Hans Witteborg

    Gar furchtbar wird ´s wenn man als Beute
    ausgeliefert dieser Meute.
    Da hilft nicht Lupe sondern klatschen
    um dieses Untier zu zermatschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.