Des Esels Geist

Ergraut, sein Gang schon altersschwer,
schleppt er noch Lasten hin und her,
mal Brennholzbündel, mal Mehlsäcke,
ein Transporteur für alle Zwecke.
Stets war gehorsam er und brav,
geduldig, fleißig bis zum Schlaf.
nur eines Tags mit schwerer Last
trieb der Besitzer ihn zur Hast.
Was das Grautier nicht ertrug,
worauf man ihn mit Knüppeln schlug.
Gar schmerzhaft ungerecht die Pein,
er wehrt sich mit dem Hinterbein,
ging in die Knie – zu allem Übel
zerrt man am Kopf ihn, wo die Zügel.
Die Wut beendete die Pein,
man schlug ihm seinen Schädel ein.
Des Esels Geist, was nicht verwunderte,
entschwand für zwei Jahrhunderte.
*
Wer störrisch und mit grauen Haaren
in den ist dieser Geist gefahren.
Erklärt ist manche Eselei
bei der ich richtig auch dabei!

Foto: © Dieter Schütz / pixelio.de

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Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Dieter Schütz / www.pixelio.de

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