Aufschrei *

Wenn man den Löwen geht ans Leben,
wird es einen Aufschrei geben!
Wenn Menschen elendig verrecken,
wird man sich hinter Politk verstecken.
Wenn es passiert den „Kuschel“-Tieren
kann es doch sogleich passieren,
daß viele weltweit sich empören,
ihr Aufschrei – nicht zu überhören!
Doch Ostern, wenn das Lämmerschlachten,
Schafe, Rinder, Schweine zum Verfrachten
auf Lastwagen zusammen getrieben,
hört es schnell auf Tiere zu lieben,
sofern sie im Ofen nicht knusprig gebraten
dem Genießer zum Verzehr geraten.
Am Ende dieser Nahrungskette
stehen sie – doch wenn man sie nicht hätte
wär die Ernährung wohl gefährdet,
wer heuchelt wird sehr schnell „geerdet“.

* Vier Löwen wurden im Kopenhagener Zoo aus Altersgründen getötet. Das wurde zum Aufschrei weltweit.

Illustration: rechtefrei

Illustration: rechtefrei




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Unbekannt / CD mit rechtefreien Bildern

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2014/03/27/aufschrei/

2 Kommentare

  1. Das ist wieder der Unterschied zwischen anonymem und persönlichem Leid. Die Tiere, die für die Nahrung geschlachtet werden, kennt man nicht, deren Fleisch verzehrt man halt. Hat die Oma aber die Hasen von Hand aufgezogen und die Kinder haben die Tiere gefüttert und versorgt, werden sie schon deutlich mehr Skrupel haben, wenn der Hoppel als Braten auf den Tisch kommt.

    Anderes Beispiel für anonym vs. persönlich: Im Jahr 2012 wurden in Deutschland 7.651 Asylbewerber abgeschoben. Man zuckt mit den Schultern. Wenn es aber den Sportkameraden des Enkels erwischt oder die netten Nachbarn, da nimmt man das persönlich und engagiert sich auf einmal für die Leute.

    Die Löwen im Zoo hat man „gekannt“, die hatten einen Namen und waren in Obhut der Menschen. Und nun macht man sie ohne Not hin. Ich denke, so sehen das die Leute.

    Ich betrachte das nicht mal als Heuchelei. Dass man sich „anonymes“ Leid nicht so zu Herzen nehmen kann und Schlimmes gerne verdrängt, könnte ein Schutzmechanismus sein. Wenn man sich überall reinsteigert, wird man ja meschugge.

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 27. März 2014 at 08:45
    • Antworten

    ….Vor allem, weil es genau DIESE Löwen wahren, die vor kurzem die geschlachtete Giraffe zum Fressen bekamen. Das hat schon ein „Geschmäckle“, wie ich jetzt auf gut Schwäbisch mal sagen muss….Irgendwie hat der Kopenhagener Zoo vielleicht doch ein „logistisches“ Problem..?!

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.