Innige Mutterliebe

Ein Wolf fraß sieben Zicklein,
ihn wunderte sein Dicksein,
auch plagte ihn der Durst.
Dann schlief er wie im Märchen
im Schatten hoher Lärchen,
Die Ziegen warn ihm reichlich wurst.

Nun aß die Geißenmutter
zum Brot auch feine Butter
uns spielte häufig Golf.
So ledig aller Sorgen
begann sie jeden Morgen
mit einer Andacht für den Wolf.

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Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Leutemann or Offterdinger, photo by Harke, end of the 19th century / This work is in the public domain in the United States, and those countries with a copyright term of life of the author plus 100 years or less.

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6 Kommentare

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  1. Voll Andacht frißt die Mutterziege
    ihr Frühstücksbrot? Was für ´ne Lüge!

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 5. März 2014 at 12:03
      • Antworten

      Ja Hans, so gemein ist die Welt! 😀 😀 😀

  2. Eine wunderbar böse Variante des Grimmschen Märchens!

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 5. März 2014 at 12:03
      • Antworten

      Irgendwie sehr böse sogar! 😀

      1. Ich habe aber den Eindruck, Mütter können das nachvollziehen – und wenn sie ihre Kinder noch so sehr lieben.

          • Rosmaringo
          • Ingo Baumgartner on 5. März 2014 at 13:25
          • Antworten

          Ja, sicher! 😀

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