A-Hörnchen und B-Hörnchen

In Londons Grünanlagen wohnen
rotbraune Eichhörnchen schon lang.
Sie rennen, springen, klettern, thronen
in Baumwipfeln im ersten Rang.

Doch seit geraumen Zeiten drohen
graubraune Fremdlinge im Park.
Wollen die Rotfelle nicht schonen,
geben sich selbstbewusst und stark.

Die Grauhörnchen verbreiten Viren,
vermehren sich, die Zahl steigt an.
Die Roten Lebenskraft verlieren,
sie kränkeln, manche sterben dann.

„I´m not amused“, sagt nun der Brite,
stellt Londons Hörnchen unter Schutz.
Es helfen nur extreme Schritte,
rohe Gewalt und Eigennutz.

Grauhörnchen werden nun gejagt,
landen dann auf dem Speiseplan.
Bereichern so, ganz ungefragt,
Menüfolgen von Frau und Mann.

Als Hörnchengulasch im Verkauf
endet die graue Invasion.
So unerwartet der Verlauf,
im Restaurant ist Endstation.

Britisches Essen, oft verpönt,
redet nun kulinarisch mit.
Wer über Hörnchenburger stöhnt,
dem wünscht man: Guten Appetit !

Foto: (c) Karl-Heinz Schack / pixelio.de

Foto: (c) Karl-Heinz Schack / pixelio.de




Autor: Margrit Baumgärtner

margritbaumgaertner@web.de


Fotograf/Künstler: © Karl-Heinz Schack / www.pixelio.de

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2 Kommentare

  1. Daß Eichhörnchen von Artgenossen verdrängt werden (z.B. schwarze, die die Braunen verdrängen.
    Daß die Eindringlinge auf dem Speiseplan stehen…eine Ente? aber du hast soviele tierische Informationen,
    daß ich es dir einfach glauben muß

  2. Wenn das eine Ente ist, ist sie mir auch schon mindestens zweimal vor die Füße gelaufen. Ich habe das mit den Grauhörnchen auf dem Speisezettel erst dieser Tage wieder entweder im Radio gehört oder in einem TV-Magazin so im Vorbeihuschen mitgekriegt.

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