Monoton

Ein Goldfisch schwimmt im kleinen Glas
im Kreis, berechnet dies und das,
mit Lineal und Winkelmesser
erkennt er, zweierpi sind besser
in dieser Einzelhaft zu meistern
und seine Quäler zu begeistern.
Er fügt sich in das bittre Los,
macht Mund und Augen riesengroß.
Der Mensch – in seiner Großhirnräude –
glaubt fest, das Fischchen täts aus Freude.

Goldfisch (c) Ingo_Baumgartner

Goldfisch (c) Ingo_Baumgartner


Text und Illustration: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


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3 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 20. Februar 2014 at 09:20
    • Antworten

    Der arme Fisch dreht sich im Kreise,
    der Mensch hat wieder mal….ne Meise !

  1. Großhirnräude…der Ingo erfindet immer so zutreffende Ausdrücke!

    auch ich schrieb über den Goldfisch: sh. meine Erzählung auf e-stories.de. Selber Gedanke!

    • Heike Diehl on 20. Februar 2014 at 10:52
    • Antworten

    Super Ingo! Da sieht man mal wieder wie egoistisch der Mensch gegenüber Tieren ist. Der arme Fisch wird in so ein Einmachglas gezwängt nur das der Mensch seine Freude dran hat. Schrecklich ! Großhirnräude muß ich mir merken.

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