Stich an Stich

Begegnungen von Mensch und Hai
sind prinzipiell nicht wirklich neu.
Meist enden sie brutal und blutig,
im Einzelfall auch äußerst mutig.

Ein junger Arzt im Tauchanzug
bewies davon fürwahr genug,
denn in Neuseeland fischte er,
leicht blutig färbte sich das Meer.

Schon spürte er den Schmerz am Bein.
Ein hungriger Hai und gar nicht klein,
war angelockt vom großen Fang.
Mit Kraft verteidigte sich der Mann,

entkam dem Hai, robbte an Land,
nun tropfte Blut auf weißen Sand.
„Selbst ist der Mann“ (trotz tiefer Wunde
am Bein) war das Gebot der Stunde:

Er nähte selbst die Wunde zu
mit Tapferkeit und großer Ruh.
Dann trank er Bier in einem Pub !
Die Gäste staunten, waren platt.

Der Hai, vom Taucher schnell entwichen,
wurde verletzt mit Messerstichen.
Ob er sich selbst näht mit ´nem Faden,
ließ sich im Meer nicht mehr erfragen.

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Autor: Margrit Baumgärtner

margritbaumgaertner@web.de


Fotograf/Künstler: © Markus Hein / www.pixelio.de

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1 Kommentar

  1. Margrit, das hast du toll reportiert in gewohnt eleganter Reimform.

    Der Hai haält nicht in seinen Flossen
    Nadel und Garn…hat Blut vergossen!

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