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Geier

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Ich bin Samy, ein trauriger Kater

Ich bin der Samy, ein Kater, und meine Katzenmutter ist traurig. Vor ein paar Monaten waren wir noch zu dritt, meine Katzenmutter, der Katzenvater und ich, der Samy.

Jetzt sind wir nur noch zu zweit, meine Katzenmutter und ich der Samy. Der Katzenvater
Ist verstorben, er kommt nicht mehr nachhause, sagt Frauchen und weint. Das war eine Aufregung, zuerst kam ein Krankenwagen, der machte schrecklichen Radau und nahm das Herrchen mit ins Krankenhaus.

Dort besuchten ihn Frauchen und die Kinder und Enkel. Sie machten immer ernste Gesichter und weinten nur noch, dann gingen sie nicht mehr ins Krankenhaus, weil Herrchen verstorben war. Zuerst verstand ich das nicht, mit dem „verstorben“, dann begriff ich, dass der „Verstorbene“ nicht mehr nachhause kommt. Und ich war auch sehr traurig, ich vermisste mein Herrchen.

Es ist schlimm für mich den Samy, weil ich ein fröhlicher Kater bin und gerne Kunststücke mache. Aber jetzt lacht keiner mehr über meine Kunststücke, alle weinen nur noch. Ich verstehe ja, dass alle so traurig sind, mein Herrchen war immer lustig und jetzt ist er nicht mehr da. Aber ich der Samy, ich bin noch da, und ich werde alles tun, dass alle wieder so fröhlich werden wie früher. Ich werde noch lauter schnurren wie bisher, noch mehr schmusen, und allen zeigen wie lieb ich sie haben.

Ich erinnere ich daran wie Herrchen mit mir gespielt hat, wie er mich immer gestreichelt hat und wie er mich auf den Arm genommen hat. Manchmal gehe ich in sein Zimmer, lege mich auf sein Bett und träume von ihm. Ich lege mich auf seine Decke und rieche seinen Duft, das tröstet mich ein wenig. Oder ich lege mich unter sein Bett, da stehen seine Schuhe, mit denen er immer so schnell laufen konnte.

Ich wünsche mir zu Weihnachten, dass alle nicht mehr so viel weinen , und sehen, wie lieb ich alle habe, dann kann ich mich auch auf Weihnachten freuen.




Autor: Ursula Geier

UrsulaGeier@web.de
www.urska.jimdo.com


Fotograf/Künstler: © lillysmum / www.pixelio.de

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3 Kommentare

  1. edithtg
    edithtg

    Ja, das kann ich gut verstehen. Das müssen meine Katzen und ich auch gerade lernen … dass der Katzenvater nicht mehr wiederkommen kann.

  2. Hans Witteborg

    Gerade heute noch eine plattgefahrene Katze auf der Straße entdeckt. Die kommt auch nicht wieder. Kann man denn nicht aufpassen?!

  3. W.R.Guthmann

    Schlimm ist es, wenn es die Katze gewohnt war, vor dem Grundstück täglich zu warten.

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