Besser als sein Ruf

Der Geier in den Lüften schwebt,
er schaut nach dem, was nicht mehr lebt,
denn er ernährt sich nur von Aas,
erbeuten kann er keinen Fraß!
Sein Schnabel scharf und wuchtig groß
nutzt er zum Zerr´n und Reißen bloß
am toten Tier, das hingestreckt
am Rand der Einöde verreckt.
Er spielt „Gesundheits-Polizei“
und fliegt beim Tod sofort herbei.
Nur das Skelett, den schäbigen Rest,
er Wind und Wetter überläßt.

Im Gegensatz zu dem Bestatter:
er kein Finanzinteresse hat!
Warum des Geiers Ruf so schlecht
zeigt auch das Beispiel nicht so recht!

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Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Ulla Trampert / www.pixelio.de

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2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 17. Dezember 2013 at 07:41
    • Antworten

    Auch „Menschen-Ruf“ ist oft bescheiden,
    lässt sich kaum aus den Köpfen treiben.
    Wird „Aasgeier“ ein Mensch genannt,
    sind „krumme Sachen“ meist bekannt.

    • W.R.Guthmann on 17. Dezember 2013 at 17:45
    • Antworten

    Kaum ist der Atem wem entwichen,
    kommt der Geier angeschlichen.
    Er hackt ins Fleisch mit viel Geschre,
    da nennt man Leichenfledderei.

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