Salamander oder Granit

Die Skala stuft den Pflasterstein
Granit als kaum verformbar ein,
schon diamantennah die Härte
nach Mohs, der dieses einst so lehrte.
Die Festigkeit des Salamanders
ist feinstrukturbedingt ganz anders.

Der Stein entspricht in Würfelform
– weil leicht verlegbar – jeder Norm
zur Platzgestaltung, auch in Gassen
kann sich der Kubus sehen lassen.
Ein Salamander ist zwar billig,
doch häufig nicht verlegungswillig.

Die Beine des Amphibs, sein Schwanz
ergäben Muster. Eleganz
ist zweifellos gegeben, find ich,
doch solche Pflaster sind empfindlich.
Wer tierlieb ist, müsst‘ demonstrieren,
dazu jedoch auf „Lurch“ marschieren.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Thomas Schubert / www.pixelio.de

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2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 22. Oktober 2013 at 09:23
    • Antworten

    „Musterhaft“ gut beschrieben, Ingo.

  1. In Stein gehauen müßt man Gedichte
    von Ingo,damit man sie nicht vernichte!

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