Ungereimtes

Es wäre einfallslos, ein Ziesel
mit Wiesel reimend zu verpaaren.
Schon Morgenstern hat weiland Kiesel
vereinnahmt, um sich nicht zu plagen.
Man sollte nichts an seinen Haaren
herbeiziehn, quälend sozusagen.

Nun ist’s ein wahrlich großer Segen,
dass neue Lyrik
freien Rhythmus bevorzugt
und auf Reime
verzichtet.
So ist’s
ein Leichtes
aufzuzeigen, dass ein Ziesel
nicht ausschaut
wie ein Wiesel
sondern eher wie
ein Murmeltier,
nur kleiner.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


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2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 30. September 2013 at 07:11
    • Antworten

    „Neue Lyrik“ hat auch ihre Vorteile….(schmunzel)!

  1. wunderbar typischer Ingo! Reimen wie ein Götterdichter und dann in Prosa zu verfallen, von der man auf anderen Seiten unspektakuläre Texte als Dichtung sprich moderne Lyrik bezeichnet. (trifft allerdings nicht auf alles zu)

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