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Hauspoet

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Sonderwünsche

Es hing an einem Apfelbaum
ein Apfel, grün, gut anzuschaun.
Eine Drossel, diesen auch schon sah
und fand den Apfel wunderbar .
„Wie schön du bist,“ sie flötete.
Der Apfel drauf erröte.
Die Drossel pickt an seiner Schale,
ganz zärtlich, dann mit einem Male
stößt sie in sein Gehäuseherz.
Der Apfel still erträgt den Schmerz,
nur wünscht er sich mit saurer Miene
er wäre eine Apfelsine.

Die hätt´ die Drossel wohl verschmäht.
Jedoch wie es im Leben geht,
gern wär man das, was man nicht ist,
sei dankbar darum wer du bist.




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © H.D.Volz / www.pixelio.de

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1 Kommentar

  1. Margrit Baumgärtner

    Jeder muss erst den Schein noch wahren
    und später sich dann offenbaren.

    Schönes Gedicht, Hans!

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