Blauwal

Was ist das für ein Mars-Koloß,
ich mein nicht den im alten Rhodos,
der den ich meine schwimmt im Meer
ist dreißig Meter lang oder auch mehr!

Sein Herz so groß wie ein kleiner Wagen
zwei Tonnen Krill paßt in den Magen
und mit zweihundert Tonnen Lebendgewicht,
übersieht man ihn im Wasser nicht.

„Wal, da bläst er!“ einst der Ruf
als man aus Tran und Ambra noch Produkte schuf
und man in gnadenloser Jagd
man sich ihn zum Feind gemacht.

Heut gilt ´s Interesse seinem Leben
dem BLAUWAL man will Schutz ihm geben.
Um jede Neugier auch zu stopfen,
untersucht man seine Ohrenpfropfen

Das Schmalz, das sich in all den Jahren
gebildet hat. Man will erfahren,
welche Hormone sich gesammelt
und ab welchem alter er g e r a m m e l t !

Ist Wissenschaft heut so bescheuert?
Nein, sagt man, nur hormongesteuert!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Unbekannt / CD mit rechtefreien Bildern

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1 Kommentar

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 20. September 2013 at 07:59
    • Antworten

    Wissenschaft ist oft nicht auf den ersten Blick verständlich, aber manche Erkenntnisse sind dann doch überraschend und auch sinnvoll. Dem Wal kann es egal sein…Wer weiß, was sein Ohrenschmalz erzählt..!

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