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Hauspoet

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Zweideutigkeit

Noch sind die Rinder auf den Weiden.
sie stören sich nicht an dem strömenden Regen,
äsend sie sich langsam vorwärts bewegen,
offenbar können sie dieses Wetter gut leiden.

Den Gleichmut der Rinder kann ich nur neiden!
Gern hätte ich auch so ein dickes Fell –
Unangenehmes perlte dann ab sehr schnell
wie bei stoischen Rindviechern auf den Weiden.

Unbeeindruckt ziehen die ihre Bahn,
ihre langen Zungen greifen und rupfen,
sie holen sich weder Grippe noch Schnupfen.
Ein dickeres Fell hätt´ mir auch wohlgetan!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Petra Fischer / www.pixelio.de

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1 Kommentar

  1. Margrit Baumgärtner

    Vielleicht sind die Rinder gar nicht so stoisch, wie wir glauben – sie freuen sich auch auf den warmen Stall.
    Aber als Mensch (und ebenso ohne „dickes Fell“) verstehe ich die „Zweideutigkeit “ deines Gedichts sehr gut, Hans.

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