Frei wie ein Vogel?

Der Vogelsang ist eingestellt,
still, so stille ist die Welt
kein Vogelruf

Doch dort – ein schnelles Trippeln, Hüpfen
bevor sie untern Lorbeer schlüpfen
die Drosseln

Zeit für den Rückzug aus Sommerfreuden,
Reviergesängen und Wehmutsleiden
der Getriebenen

Stille auch am Versammlungsort
ein letztes Äsen, dann ziehen sie fort
die Gänse

Auf brauner Erde vereinzelt zu sehen
die in den Furchen nach Beute spähen
die Krähen

Natur diktiert das Verhalten dabei,
sage keiner : ich bin wie ein Vogel so frei
keiner!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Lupo / www.pixelio.de

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2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 9. September 2013 at 08:22
    • Antworten

    Ein melancholisches Abschiedsgedicht: Abschied vom Sommer, Abschied von vielen Zugvögeln…(tatsächlich flogen gestern über unseren Ort ZWEI Störche hinweg…) Eine passende Gedichtform und eine sehr wahre letzte Zeile, Hans.

    • Rosmaringo
    • Ingo Baumgartner on 11. September 2013 at 07:49
    • Antworten

    Hans, ein Beweis deiner Zuneigung und deines Verständnisses für die gefiederten Freunde. Schön! LG Ingo

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