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Hauspoet

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Laubfrosch

Man ist vom Äußeren als Lurch
bei der Ästhetik unten durch,
wenn zudem noch giftgrün das Kleid,
erweckt ´s kaum irgend jemands Neid.

Jedoch der Name auf Latein
klingt viel zu vornehm für sein Sein:
Hyla aborea – die Wissenschaft
hat ihm wohl Sympathie verschafft.

Der kleine Lurch ist sehr behende,
erklimmt auch Bäume, stein´ge Wände
und dank der langen Schenkel Kraft
er auch recht weite Sprünge schafft.

Wie lang, beweglich auch die Zunge,
so klebrig und durch seine Lunge
bläst er beim Balzen jene Blase,
die Schall verstärkt, sich weiten lasse.

Des Laubfroschs Speise sind Insekten
auch Spinnen bleiben am perfekten
Jagdwerkzeug, der Zunge, kleben
und enden dort ihr fleißig Weben.

Im Umkehrschluß sind für den Lorch
der Reiher aber auch der Storch,
Freßfeinde die im satten Grün
den Laubfrosch aus der Wiese ziehen.*

*Nachsatz:
Darum ihr Mädels seid gescheit,
legt euch ins Gras nicht mit dem Kleid.
Gar mancher Storch ist farbenblind
und schnappt dann zu – so ganz geschwind**

** kann man auch anders reimen!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Dieter Haugk / www.pixelio.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2013/07/30/laubfrosch/

1 Kommentar

  1. Margrit Baumgärtner

    Laubfrosch im Gras sagt: „Allerhand,
    der Hans beschreibt mich sehr galant !“

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