Mückentod

Alle Tümpel sind gefüllt.
Die Brühe langsam sich erwärmt
und hunderttausend – so gefühlt –
ein Mückenpulk nach draußen schwärmt.

Sie tanzen und sie teilen sich
auf in des Sommers milde Luft,
gut vorbereitet für ´nen Stich,
ein jedes Weibchen Opfer sucht.

Es liegt im Gras der Heini Piel
und ist am Alkohol Ausschwitzen.
Sein Arm ist einer Mücke Ziel,
sie surrt heran, bleibt auf ihm sitzen.

Ihr Rüssel senkt in Venenflut
sich mit dem Speichel, der so juckt
und saugt auch Alkohol mit Blut.
Piel merkt ´s nicht mal, hat nicht gezuckt.

Der Mücke wurd so wunderlich
als hob sie ab ins Paradies.
Sie übernahm sich sicherlich,
weil drauf das Leben sie verließ!

Ein Mückentod nicht durch Zerquetschen,
das sollt dem Manne Warnung sein.
Es wird ihn sicherlich entsetzen,
stellt an der Bar der Tod* sich ein.

*Bloß jetzt nicht kommentieren: „Was für ein schöner Tod“!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Unbekannt / CD mit rechtefreien Bildern

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1 Kommentar

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 23. Juli 2013 at 06:15
    • Antworten

    Dem Heini war der Blick entglitten,
    die Mücke hat…..nur kurz gelitten..!

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