Fütterungstrieb

Sechs Schnäbel, gelb umrandet, offen,
die auf ein fettes Würmchen hoffen
und in ein junges Schwälbchen führen,
wen möcht ein solches Bild nicht rühren?

Instinkt und wohl auch Elternliebe
sind Anlass für gewisse Triebe.
Das heißt, bemerkte Schnabelspreizung
führt ausnahmslos zur Fütterreizung.

Du stehst und staunst ob solcher Dinge
und formst dabei den Mund zum Ringe.
Befremdlich wirst du’s nunmehr finden,
wenn Würmlein sich zum Schlunde winden.



Text und Illustration: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


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2 Kommentare

  1. Was für ein Experiment, den Mund so zu öffnen, daß man auch gefüttert wird (lach), typisch Ingo, der stellt immer einen entsprechenden Bezug her!

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 17. Juli 2013 at 11:14
      • Antworten

      😀 Danke Hans, man könnte sagen, es empfiehlt sich, möglichst wenig mit offenem Mund zu staunen. LG Ingo

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