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Hauspoet

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Capybara

Im Deutschen ist das Wasserschwein,
was sollt´ das für ein Tier wohl sein?
Der Name führt doch in die Irre –
damit ich mich nicht so verwirre,

nenn ich ´s nach Indianerart
Capybara, „Herr des Grases“ hat
für mich die bessere Bedeutung hier,
ist ´s doch das größte Nagetier.

Die Vorderfüße haben vier Zehen,
doch hinten sind nur drei zu sehen,
Schwimmhäute liegen zwischendrin
und das gibt für das Wasser Sinn,

denn neben Gräsern bieten Wasserpflanzen
die Nahrungs -Vielfalt so im ganzen.
Also ist Nagetier nicht Schwein
und möchte dies auch gar nicht sein!

Recht borstig aber ist sein Fell
ein Schwanz, der fehlt an jener Stell´
wo man ihn schon vermutet hätte,
doch da ist nichts als einfach Glätte.

Schwein zu heißen ist nicht schön,
man kann es auch im Alltag sehen:
Nenn jemand „Schwein“ und eh´ es tagt
hat dich der Mensch bereits verklagt.

Nur bei Capybara schweigt man still,
weil es die Wissenschaft es will?
Nein, weil die Namensgebung ist
sehr peinlich, dazu großer Mist!*

*auch beim Halbaffen hatte ich auf die irreführende Namensgebung hingewiesen!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Templermeister / www.pixelio.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2013/07/11/capybara/

2 Kommentare

  1. Margrit Baumgärtner

    Die Indianer haben wirklich Recht:
    Der „Herr des Grases“ klingt nicht schlecht.

    (Wieder dazugelernt, Hans !)

  2. Edith Nebel

    Mir kommen die Tiere immer wie große Meerschweinchen vor. Genau wie die Maras … obwohl man die auch als Kurzohrhasen betrachten könnte.

    Es sind wohl allesamt tatsächlich Meerschwein-Verwandte. Ist schon sehr interessant und vielfältig, die Tierwelt.

    Und was irreführende Tierarten-Bezeichnungen angeht: Eine Meerkatze ist auch weder ein Meeresbewohner noch eine Katze.

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