heimwärts

blau liegt schon
der widerschein der nacht
über dem land und
umrisse verlieren sich
In der dämmerung
nach westen
fliegen die tauben
dem horizont entgegen
tief über dem düsterwald
um dem habicht zu entgehen
dem räuber
leicht flüstern ihre schwingen
und der aufwind zaust
ihr gefieder
pfeilschnell reisen sie
eine wilde taube brütet
weit unter ihnen im geäst und
unablässig gurrend und kollernd
blickt sie empor
sehnt sich
nach endloser weite




Autor: Ursula Gressmann

uschi-gressmann@t-online.de


Fotograf/Künstler: © Jürgen Hüsmert / www.pixelio.de

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4 Kommentare

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    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 5. Juli 2013 at 09:17
    • Antworten

    Der Vogelflug in der Dämmerung ist treffend und sehnsuchtsvoll beschrieben !

    1. Liebe Margrit,
      wer würde nicht gerne ab und zu wegfliegen – dem Horizont entgegen. (auch ohne eine Taube zu sein)
      Herzl. Grüße
      Uschi

  1. Liebe Ursula, richtig schön beschrieben. Gestatte mir trotzdem eine Anmerkung:Tauben, die auf dem Nest sitzen und brüten ..das wäre sehr unvorsichtig und das Zweiergelege würde das nicht überstehen. ansonsten hast du die Stimmung wunderbar eingefangen….und verzeih die Klugsch..rei. Ich bin halt Jäger.

  2. Lieber Hans,
    du wirst doch nicht … ich meine Tauben jagen. Ansonsten: Danke für deinen Kommentar.
    Es grüßt frdl. Uschi

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