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Rosmaringo

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Kleine Welt

Sie scheinen mächtig ihr, die hohen Stämme
der Wedelfarne. Hüte dicker Schwämme
sind Unterstand und Mittagsbrot zugleich,
ja, ganzer Kosmos in der Schnecke Reich,
wohl auch der Käfer Regenwald im Lichte
des Strahlenfalls durchs Grün der Hochwalddichte.

Ein Tausendfuß biegt Fäden grünen Mooses,
Der Salamander gräbt sich ein in loses,
verstreutes Moderlaub. Vom Waldrand her
dringt schrilles Grillengeigen, mehr
an Lauten mangelt es der kleinen Welt,
die mancher dort wohl für die große hält.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Gerald B. / www.pixelio.de

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4 Kommentare

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  1. Margrit Baumgärtner

    …Und auch der Mensch hält seine kleine Welt für den Kosmos.
    Ein schönes, philosophisches Gedicht, Ingo! LG Margrit

    1. Ingo Baumgartner

      Danke dir herzlich, Margrit. LG Ingo

  2. Hans Witteborg

    als ich das Gedicht gelesen hatte, kam mir die gleiche Idee wie Margrit. Da scheinen sich drei Seelenverwandte zu finden!

    1. Ingo Baumgartner

      Das mit der Seelenverwandtschaftr wird wohl zutreffen, soweit ich das beurteilen kann. Danke Hans. LG Ingo

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