Harlekin-Käfer

Einst rief man sie als „Blattlauskiller“,
holte aus Asien die Art.
Sie wirkten im Gewächshaus stiller
als manche andere Käferart.

Doch dann gelangten sie heraus,
vermehrten sich in großen Schwärmen
an Dachvorsprüngen rund um´s Haus
und ließen sich nicht mehr entfernen.

Mit pilzähnlichen kleinen Sporen
wird manche Tierart attackiert.
Heimische Käfer sind verloren,
von neuer Krankheit infiziert.

Nun drohen unsere roten Käfer
mit schwarzen Punkten auszusterben.
Die „Asiengefahr“ wird schärfer,
stürzt „Glücksboten“ bald ins Verderben.

Sie sind robust und aggressiv,
brauchen sich nicht mehr zu verstecken.
Die „guten Geister, die man rief“,
verbreiten nun schwarzgelben Schrecken.




Autor: Margrit Baumgärtner

margritbaumgaertner@web.de


Fotograf/Künstler: © M. Großmann / www.pixelio.de

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2 Kommentare

  1. Ach ie geister, die ich rief, werd ich nun nicht los… toll gedichtet (wie immer)

  2. Das ist mit den Neobiota meistens das Problem: dass sie einheimische Tiere/Pflanzen verdrängen, die seither die entsprechende Nische besetzt haben. Und oft genug hat der Mensch dann versucht, den Neubürgern dadurch beizukommen, dass er Fressfeinde importiert hat, was die Sache noch schlimmer macht. Denn nun hatte man eine Fressfeinde-Plage.

    Einfach nicht so viel herummurksen in der Natur!

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