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Verantwortungsbewußte Tierhaltung

Hund, Katze, Meerschweinchen, Kaninchen, Fische, Vögel oder Reptilien. Viele Menschen umgeben sich gerne mit Tieren. Aber mit der Haltung übernimmt man auch eine große Verantwortung gegenüber unseren Mitgeschöpfen. Es ist nicht damit getan sich einfach ein Tier anzuschaffen … bereits vor der Anschaffung muß man sich genau überlegen was man von seinem Haustier erwartet:

Will ich mit meinem Tier Spaziergänge machen ? Will ich ein Tier zum kuscheln ? Möchte ich meine Haustiere beobachten und ihnen einen möglichst artgerechten Lebensraum schaffen ?

Das hilft einem bei der Entscheidung für die „richtige“ Tierart … führt aber sofort zu weiteren Fragen die man sich unbedingt stellen muß:

Habe ich genug Zeit für mein „Hobby“ ? Habe ich überhaupt die räumlichen Möglichkeiten das oder die Tiere zu halten ? Bin ich bereit die evtuell nicht absehbaren Kosten zu tragen ? – Kastrationen, Tierarztbesuche, Futter, Zubehör … das alles verursacht enorm hohe finanziellen Aufwendungen, die häufig in keinem Verhältnis zu den Anschaffungskosten des Tieres steht.

Ach …kein Problem Tierbabys sind sooo süß … und mit ihnen kommen die Kosten wieder rein … FALSCH!

Damit begibt man sich in eine Spirale die unweigerlich zu noch mehr persönlichen Problemen und vor allem zu noch mehr Leid für die Haustiere führt. Die räumlichen Ansprüche der Tiere, Tierarztkosten, Futterkosten – das alles potenziert sich durch den Nachwuchs und man gerät zwangsläufig in eine Situation in der man auf Kosten der Tiere beginnt Konzessionen in der Haltung und Versorgung der Tiere zu machen.

Ich habe bei meiner Tierschutzarbeit oft genug solche Fälle gesehen. Meisten ist es den Menschen überhaupt nicht bewusst was sie sich selber und auch den Tieren damit antun. Sie sind tatsächlich der festen Meinung das es ihren Tieren gut geht und sie sich optimal um ihre Haustiere kümmern. Das tatsächliche Elend sehen sie nicht. Oder wollen es nicht sehen. Diese Menschen sind dann auch in den meisten Fällen auch absolut „beratungsresistent“ und schaffen nur selten die Verhältnisse zu ändern und eine verantwortungsbewußte Tierhaltung zu betreiben.

Ich kann nur bitten sich bereits vor der Anschaffung eines Haustieres genau über die Anforderungen der Haltung und über die Tierart zu informieren. Auch sollte man sich bereits vor der Anschaffung überlegen wie viele Tiere man eigentlich halten kann. Zudem muß man bereit sein die teilweise doch recht hohen Kosten einer Kastration einzukalkulieren, damit keine „Unfälle“ passieren.

Tiere können sehr viel Freude in unser Leben bringen – doch sollten man sich nicht von rein egoistischen Motiven leiten lassen. Das Wohl der Tiere sollte immer im Vordergrund stehen. Wenn das bedeutet, dass man auf die Haltung verzichten muß … dann muß man das eben zum Wohle der Tiere akzeptieren. Es gibt dann aber trotzdem die Möglichkeit sich im Tierschutz zu engagieren, den Tierschutzvereinen oder Tierheimen zu helfen und sich selber auf diese Weise an unseren Mitgeschöpfen zu erfreuen.




Autor: Klaus Albers

klaus.albers1@gmx.de


Fotograf/Künstler: © piu700 / www.pixelio.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2013/05/13/verantwortungsbewuste-tierhaltung/

1 Kommentar

  1. Margrit Baumgärtner

    Ich stimme jedem Satz komplett zu !

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