Das Zicklein

Erst sieben Tage auf der Welt,
von Maisonne begrüßt, gewärmt.
Auf dünne Beinchen aufgestellt,
ein Falter, der dich sanft umschwärmt.

Löwenzahn kitzelt dein kleines Maul
und Fliegen surren um die Ohren.
Luftsprünge machst du, gar nicht faul,
im hohen Gras wirkst du verloren.

Grashalme kitzeln unter´m Bauch,
ein Käfer springt auf deinen Rücken.
Die kleinen Spinnen kennst du auch,
die Gänseblümchen willst du pflücken.

Wanderer rufen: „Schaut, wie klein!“
Du flüchtest hinter deine Mutter.
Noch kannst du ohne sie nicht sein,
sie sorgt für Wärme, Schutz und Futter.

Nur kurz wird hier dein Leben sein,
unwissend ahnst du nicht das Ende.
Bilderbuchtage … bunter Schein …
lebe dein Leben bis zur Wende.




Autor: Margrit Baumgärtner

margritbaumgaertner@web.de


Fotograf/Künstler: © M. Großmann / www.pixelio.de

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1 Kommentar

  1. Ja, zu süß zum (FR)ESSEN.. Die Epfehlung im letzten Vers gilt auch für den Menschen!

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