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Rosmaringo

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Auch Käfer sind bisweilen zerstreut

Ein Käfer krabbelt sehr bestimmt
auf eine Pflanze und erklimmt
den Stängel bis hinauf zum Ende
des Blütenblattes. Eine Wende,
dann wandert, Kopf voran und munter,
der Unstet wurzelwärts hinunter.

Nach kurzem Zögern auf der Erd
macht unser Käfer wieder kehrt.
So geht es auf und ab, an Runden
sind mehr als sieben zu bekunden.
Er hat nach menschlichem Ermessen
sein Wollen oben stets vergessen.

Ich senk die Blicke schamhaft nieder,
erkenne mich im Tier ja wieder.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Martina Taylor / www.pixelio.de

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2 Kommentare

  1. Margrit Baumgärtner

    HA HA HA —ich erkenne mich auch wieder !

  2. Hans Witteborg

    Das Gedächtnis spielt so manchen Streich,
    ich glaub, da sind wir alle gleich.

    Nicht gleich sind wir in der wunderbaren Ausführung der Gedichte von Ingo!

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