Nistplatz im Bergsee

Den Fuß der grünbestrauchten Hänge
schneidet Wasser zur Geraden.
Durch zweier Berge Talschlussenge
zeigt sich Fels – noch schneebeladen.

Das Blau des Himmels leiht die Töne
auch dem See, vermischt die Szene.
Den rechten Blick für all das Schöne
hatten auch zwei Höckerschwäne.

Ein Inselchen aus groben Steinen
liefert viele gute Gründe
zum Nisten – und, so will ich meinen,
zählt der Neid hier nicht zur Sünde.



Text und Illustration: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


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4 Kommentare

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    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 29. April 2013 at 07:28
    • Antworten

    Ob die Schwäne „das Schöne“ ihrer Umgebung auch genießen können ? Eine ähnliche Szene
    beobachtete ich vor zwei Wochen in Radolfzell am Bodensee….auf der Heimfahrt sahen wir sogar vier Störche
    im Ried ! Solche Beobachtungen genieße ich gern – und die passenden Gedichte von Ingo !

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 29. April 2013 at 09:14
      • Antworten

      Danke, Margrit. Ja, man möchte gerne in das Tier hineinschauen können, um zu sehen, was es fühlt. LG Ingo

  1. Das Hineinschauen ist nicht nötig, Ingo, das hast du wunderbar erfühlt!

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 29. April 2013 at 14:31
      • Antworten

      Recht schönen Dank, Hans. LG Ingo

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