Gestörtes Verhältnis

Der Stör des weiblichen Geschlechts
trägt innenbäuchig links und rechts
zum Fortbestand der Art und Gattung
die diesbezogne Grundausstattung.

Der menschlichen Geschmackspapillen
Erkundungsdurst ist kaum zu stillen,
so reicht man ihnen Kaviar,
des Störes arme Kinderschar.

Dem Fisch erscheint dies unerhört,
kein Wunder, dass ihn solches stört.
Es fehlt das rechte Grundvertrauen
zu Leuten Freundschaft aufzubauen.

Doch blieb’s geheim und unbesungen
was Gaumen kitzelt und auch Zungen,
dann wär der Weg zur Kumpanei
von Mensch und Stör gewisslich frei.



Text und Illustration: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


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2 Kommentare

  1. Es schmecken fischig jene Eier
    sind dazu noch mächtig teuer –
    ein Rätsel warum mit Genuß
    man diese Dinger essen muß.
    Die Kumpanei von Mensch und Stör
    ich glaub vermißt auch Ingo sehr?

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 19. April 2013 at 12:58
    • Antworten

    Ich halte auch nichts von des „Störes Kinderschar“—aber das Gedicht ist klasse !

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