Wie Esel halt sind

Stur sind Esel und verfressen,
faul sind sie und dumm dazu,
unermüdlich nur beim Essen,
dümmer noch als jede Kuh.

Manche Menschen sind so ähnlich,
stehen stumm in jeder Ecke,
faul, gemütlich und auch dämlich,
kriechen vorwärts wie die Schnecke.

Weißt du, was ich gar nicht schätz’,
ohne Denken so zu reden,
Lass dein Zetern, dein Geschwätz,
was du denkst, das ist daneben.

Esel sind ganz schlaue Tiere,
können laufen stundenlang
und sind treue Lastentiere,
ja, das weiß ich schon sehr lang.

Manche Menschen sind genauso,
fleißig, freundlich, jeden Tag.
Sie sind treu wie jeder Esel.
Du weißt jetzt, dass ich beide mag.

© Hans-Werner Kulinna




Autor: Hans-Werner Kulinna

hanswernerkulinna@gmx.de


Fotograf/Künstler: © Sylvia Riedl / www.pixelio.de

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2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 15. April 2013 at 09:19
    • Antworten

    Nicht „voll daneben“ sondern voll richtig ist dieses Gedicht ! Esel sind fleißige Tiere und werden dafür geschlagen und verhöhnt.

  1. Betrachtet man Asinus und Asina
    wird einem das Gedicht auch klar!

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