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Die Schnecke

Ganz langsam kriechst du dort entlang,
ich weiß, dich gibt‘s in jedem Land,
denn Jahrmillionen lebst du schon.

Und jeder Mensch hat seinen Traum,
an Schnecken denkt er dabei kaum.
Doch könnt‘ er vieles von dir lernen.

Du eilst und hetzt nicht durch die Zeit
und gehst mit viel Besonnenheit.
Genau, dass ist es, was uns fehlt.

Du kommst ganz oft aus dir heraus,
bleibst sicher stets im eignen Haus.
Du bist und bleibst ein Wundertier.

Ach, wären wir genau so schlau.
Gar mancher merkt es jetzt genau.
Wer mag, der lernt von der Natur.

Mag sein, dass dir die Langsamkeit,
gar hilft in dieser irren Zeit.
Die Schnecke zieht sich jetzt zurück.

Sie kriecht ins Haus so Stück für Stück
und wünscht dir Freude und viel Glück.
Sei wach, wenn du sie morgen triffst.




Autor: Hans-Werner Kulinna

hanswernerkulinna@gmx.de


Fotograf/Künstler: © Jakob Ehrhardt / www.pixelio.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2013/04/10/die-schnecke/

2 Kommentare

  1. Margrit Baumgärtner

    Langsamkeit als (Über)lebensphilosophie ist gar nicht mal so selten in der Natur, davon könnten wir uns wirklich viel abschauen !

  2. Hans Witteborg

    doch könnt er vieles davon lernen…. eines nicht: die Naschhaftigkeit und die Vorliebe für Bier! (lach)
    Ein schönes Gedicht.

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