Die Bremer Stadtmusikanten

Der Esel war ein armer Wicht,
sein Herr, der mochte ihn wohl nicht.

So zog er durch die weite Welt,
denn da war nichts mehr was ihn hält.

Er traf zuerst den armen Hund,
der musste leiden, war ganz wund.

Am Straßenrand – die alte Katze,
sie hob ganz freundlich ihre Tatze.

Zuletzt da krähte noch der Hahn,
er kam dazu und es begann.

Sie zogen jetzt gemeinsam los
und suchten ein Zuhause bloß.

Nach Tagen sahen sie ein Licht,
ganz mutig war wohl niemand nicht.

Die Räuberleiter half dann weiter,
das war am Ende auch gescheiter.

Sie stürzten dann ins Räuberhaus
und alle Räuber flohen raus.

Im Haus gab es genug zu essen,
das wollte keiner wirklich missen.

Nun hatten sie das Haus für sich
nach Bremen wollte alle nicht.

Du siehst mein Kind, dass es gelingt,
wenn alle sich nur einig sind.

So könnt ihr manchen Berg versetzen
und keiner braucht sich abzuhetzen.

Die Einigkeit, sie zahlt sich aus
– das gilt nicht nur im Räuberhaus.

© Hans-Werner Kulinna




Autor: Hans-Werner Kulinna

hanswernerkulinna@gmx.de


Fotograf/Künstler: © Viktor Mildenberger / www.pixelio.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2013/04/08/die-bremer-stadtmusikanten-2/

1 Kommentar

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 8. April 2013 at 09:37
    • Antworten

    Die „Hausbesetzer“ waren schlau,
    das Ende kennt man ganz genau !

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.