Panta rhei

Die Welt ist ständig in Bewegung,
im steten Umbruch sozusagen,
durch Trennung und Zusammenlegung,
durch Thesen, forsch ans Tor geschlagen.
Flexibel sei daher dein Geist,
bemühe ihn, er sträubt sich meist.

Erst kürzlich fraß den Osterhasen
ein Brauch verachtend fieses Wiesel.
Für Eierfindungs-Kindsekstasen
sorgt aushilfsweise nun ein Ziesel.
Da wird, weil‘s bisher anders war,
erstarrtes Denken offenbar.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Grey59 / www.pixelio.de

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3 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 4. April 2013 at 09:06
    • Antworten

    Selbst wenn flexibel ist mein Geist,
    find´ ich die Welt zumeist recht dreist !

    LG Margrit

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 4. April 2013 at 09:37
      • Antworten

      D ahast du Recht, Margrit, sehr dreist sogar. Danke dir. LG Ingo

  1. Man sieht hier: alles ist im Fluß*,
    Ingos Gedicht ist ein Genuß,
    die Übersetzung wird nicht schaden:
    statt alles im Fluß heißt jeder geht baden!

    *alles ist im Fluß ist eine freie Übersetzung von
    Leuten, die ales besser machen wollen aber es heißt alles fließt.

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