Spinnlein

Ich will dich nur begrüßen,
sei vor mir nicht so bang’.
Ich laufe auf acht Füßen
und das ein Leben lang.

Und Angst brauchst du nicht haben,
schau‘ her und sieh‘ mir zu.
Ich spinn’ nur meinen Faden,
dich lasse ich in Ruh’.

Ich fange kleine Tierchen,
damit ich leben kann,
wenn sie mit ihren Beinchen
im Netz wild zappeln dann.

Und kommst du mich besuchen,
und stehst vor meinem Haus,
du kannst es ja versuchen,
nur selten komm ich raus.

Drum gib’ mir deinen Segen
und hier steht’s im Gedicht,
ich will nur einfach leben,
zerbrich’ mein Netz bloß nicht.

Was würdest du wohl sagen,
du gehst gerade aus,
kehrst heim nach vielen Tagen,
zerstört wäre dein Haus.

© Hans- Werner Kulinna




Autor: Hans- Werner Kulinna

hanswernerkulinna@gmx.de


Fotograf/Künstler: © Unbekannt / CD mit rechtefreien Bildern

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1 Kommentar

  1. Ein schönes Gedicht über diese Nützlinge, die ganz unnötig manche erschaeuern lassen

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