Der Fischdieb

Drüben auf des Nachbars Dach
Da stand er wieder rum
Und dieser Vogel, zapperlott
War überhaupt nicht dumm

Letzt‘ Jahr hat mir dieser Dieb
Den ganzen Teich geleert
Und alle meine Karpfen
Bis auf einen gleich verzehrt

Ich hab ihm mit der Faust gedroht
Und klipp und klar gesagt
Jeder der mir Fische klaut
Wird gnadenlos gejagt

Der Reiher hat den Kopf gedreht
Und sah mich lange an
Die Frage war ihm anzusehn:
Was will der Hampelmann?

Doch dass ich keinen Spaß verstand
Bemerkte dieser Schuft
Und eh ich mich versehen hab
Verschwand er in der Luft




Autor: Gerhard P. Steil

gerhardsteil@t-online.de


Fotograf/Künstler: © Gerhard P. Steil / privat

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2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 19. März 2013 at 08:39
    • Antworten

    Amüsantes Gedicht mit ernstem Hintergrund..! Auch in unserer Umgebung (mit Ried-Wiesen) gibt
    es viele Reiher, oft stehen sie sogar wie eine filigrane Statue am Straßenrand. Aber sie sind von manchen Landwirten oder Fischern nicht gern gesehen.

  1. Dem Reiher, der die Fische klaut
    man tüchtig auf den Schnabel haut,
    nicht erst so leblos rumeiern.
    Der spuckt ihn aus den Fisch,
    man nennt das reiern!

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