Internetforen für Haustiere: Sinn und Unsinn

Foren erfreuen sich im Internetzeitalter wachsender Beliebtheit. Sie sind für die verschiedensten Interessengruppen eine Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch, als Informationsquelle oder einfach nur zum plaudern. Da jedermann mittlerweile die Möglichkeit hat kostenlos ein Forum zu erstellen und zu betreiben, gibt es Foren für tatsächlich alle Bereiche: Autofans, Modellbauer, Tierliebhaber und Züchter, Sammler, Eltern … also für jeden Lebensbereich und jedes Hobby.

Sie bergen aber auch jede Menge Gefahren und Stolpersteine, vom Cybermobbing über die Verbreitung rechtswidriger Gesinnung bis zum erteilen falscher Auskünfte und Informationen. Solche falschen oder fehlerhaften Informationen finde ich besonders bedenklich wenn es um medizinische Fragen geht – man sollte doch auf jeden Fall einen Arzt konsultieren und sich auf gar keinen Fall nur auf den Rat medizinischer Laien verlassen.

Hier sind die Administratoren und Moderatoren die im allgemeinen vom Forengründer ernannt werden in der Verantwortung. Sie haben dafür zu sorgen das niemand beleidigt, gemobbt oder bloßgestellt wird und sich die Umgangsformen in dem Forum in einem netten und freundlichen Bereich bewegen. Auch ist zu verhindern das sexistische, rassistische und diskriminierende Inhalte
veröffentlicht werden.

Das ist eine große Verantwortung die diese Administratoren und Moderatoren tragen. Sie müssen ihrer Aufgabe freundlich, unparteiisch, objektiv und gerecht nachkommen und dürfen sich auf gar keinen Fall von ihrer eigenen Meinung, persönlichen Präferenzen oder auch Sympathien (Antipathien) leiten lassen. Ebenso ist eine große fachliche Kompetenz notwendig um Beiträge richtig einschätzen zu können, Leider erlebt man immer wieder das einige dieser Verantwortung in keinster Weise gewachsen sind. Dann kann es schnell passieren das ein Forum in den „Unsinn“ abgleitet, denn die Moderatoren und Administratoren erfüllen den anderen Mitgliedern gegenübern in gewisser Weise eine Vorbildfunktion

In einem solchem Fall sind auch die Nutzer eines Forums gefragt. Als mündige Bürger dürfen sie auf keinen Fall zulassen das ihnen eine Meinung aufgedrängt wird – oder sie zu solchen Vorgängen einfach schweigen. Auch die Angst „ausgeschlossen“ und aus dem Forum entfernt zu werden darf nicht dazu führen das man solche Vorgänge stillschweigend akzeptiert.

Auch wenn das Forum für einen persönlich sehr wichtig ist, als Informations- oder Kontaktquelle, als Absatz- oder Tauschbörse für seine Hobbyartikel … es darf niemals so wichtig werden das man solche grundlegenden Prinzipien des menschlichen Miteinanders als zweitrangig einstuft.

Durch die Vielzahl der bestehen Internetforen gibt es immer einen passenden Ersatz in dem die beschriebenen Grundlagen eingehalten werden. Oder man verzichtet ganz bewußt darauf sich in solchen Foren oder Internetgruppen zu bewegen. Die dadurch gewonnene Zeit kann man ganz sicher sinnvoll einsetzen.




Autor: Klaus Albers

klaus.albers1@gmx.de


Fotograf/Künstler: © Rolf Thorp-Hansen / www.pixelio.de

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1 Kommentar

  1. In der Tat menschelt es in Internetforen gewaltig. Im Schutze der Anonymität lassen manche ganz schön die Sau raus. Allerdings habe ich auch selten so eine Hilfsbereitschaft erlebt wie in meinen bevorzugten Foren. Gut, da geht es nicht vordringlich um medizinische Fragen sondern um Berufliches und Alltagskram.

    Im einem Forum bin ich seit 14 Jahren Mitglied. Was ich da schon alles gelernt habe, aus den ganz unterschiedlichsten Lebensbereichen! Wer sich dort bekloppt aufführt, den ignoriere ich, dazu gibt’s die entsprechenden technischen Hilfsmittel. Aber bei verbalen Entgleisungen schaut die Forums-Chefin auch nicht lange zu.

    Zwei Mitglieder werden sich ganz besonders glücklich schätzen, dass es dieses Forum gibt: Sie haben letztes Jahr geheiratet. Ohne das Forum wären sie einander nie begegnet.

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