Der Fink als Philosoph

Was rührt sich im Köpfchen des farbfrohen Finken,
benennt er das Bild, das sein Auge ihm bringt?
Versteht er, die Schönheit des Waldrands zu trinken?
Ist’s echtes Empfinden, von dem er da singt?

Den Federknirps kümmert kein forschendes Fragen,
er fühlt sich geborgen in seiner Natur.
Die Mühsal des Lebens entlockt ihm kein Klagen,
sein Leben folgt streng der gegebenen Spur.

Doch gleicht er im Busche dem stoischen Denker,
der Weltschau und Sinn eines Lebens zerpflückt.
Von irgendwo her schaut ein schmunzelnder Lenker,
vom Zirpen des Finken allein schon beglückt.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Steffen Schubert / www.pixelio.de

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6 Kommentare

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    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 18. März 2013 at 08:18
    • Antworten

    Wer hätte das besser in Worte fassen können als „Philosoph Ingo“?!!

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 18. März 2013 at 08:39
      • Antworten

      Margrit, herzlichen Dank für das Lob. LG Ingo

  1. Sehe ich wie Margrit!

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 18. März 2013 at 12:04
      • Antworten

      Auch dir Hans, herzlichen Dank. LG Ingo

  2. Goethe
    wenn er das gelesen
    wär sichlich entzückt gewesen
    Im Fink
    den Philosoph zu sehen
    ist auch noch nicht so oft geschehen

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 20. März 2013 at 10:39
      • Antworten

      Danke herzlich für den Kommentar, Steil. LG Ingo

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