Der Drachen

Der Wind,
er hatte das Seil gespannt,
fest hielt ich den Drachen in meiner Hand.
Das Knarren des Tuches in meinen Ohren,
ein irres Gefühl ward in mir geboren.

Frei wie ein Vogel, so war sein Blick,
doch das Seil hielt ihn immer zurück.
Meine Gedanken flogen hinauf zu dem Drachen,
wollten mit ihm eine weite Reise machen!

Ins Land der Fantasie und der Träume,
mit Elfen und Trollen
und Gummibärchen auf den Bäumen.
Fafnir,
Drache aus dem Wunderland,
hätte Dich gerne persönlich gekannt.

So bleibt nur die Erinnerung
an diesen Abend am Strand,
als ich Dich festhielt
– gedanklich –
in meiner Hand!

© Fritz Rubin, 18. August 2003, Baltrum




Autor: Fritz Rubin

FritzRubin@online.de
www.fritzrubin.de


Fotograf/Künstler: © Edith Nebel / www.boxmail.de

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3 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 20. Februar 2013 at 09:48
    • Antworten

    Drachen in Märchen und Drachen im Wind machen viel Vergnügen. Wir sind mit unseren beiden Söhnen sehr oft zum Drachensteigen gegangen, meistens bei uns auf diversen „Drachenwiesen“, oder auch einmal an der Nordsee, wo nur ein erwachsener Mann den Drachen „besänftigen“ (halten) kann.

  1. Hallo Margrit,
    das war ein einwöchiger Urlaub im Sommer 2003 mit meinem damals siebenjährigen Enkelsohn Justin
    auf unserer Lieblingsinsel Baltrum. Er führte mich zurück in meine Kindheit, als unser Opa in seiner Werkstatt uns Kindern ganz tolle Drachen baute, die dann 100 000 Meter hoch geflogen sind – lächl!
    Kann denn ein erwachsener Mann einen „Drachen“ überhaupt bändigen? – schmunzel!
    Schnee-ige Grüße aus dem Vorharz
    Fritz

  2. Ein schöner Spaß bei Paltz und Wind, lieber Fritz.

    Und an Margrit: mit anständigem „Drachenfutter“ lösen Männer auch dies Problem!

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