Ein Hai in Recklinghausen

Gar nicht weit von Recklinghausen,
aß ein Dornhai Schillerlocken,
trank ein Bier zum frohen Schmausen,
denn die Locken schmeckten trocken.
Viele weitere Geschichten
gäb’s vom Ruhrpott zu berichten,
doch ich denke, die vom Haie
tanzt wohl etwas aus der Reihe.*

*Schillerlocken stammen vom Dornhai



Text und Illustration: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


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4 Kommentare

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    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 19. Februar 2013 at 09:30
    • Antworten

    Als Kind habe ich manchmal „Schillerlocken“ gegessen, ohne zu wissen, was das ist (soll vorkommen, wie aktuelle Skandale zeigen). Bei einem Dänemark-Urlaub besuchten wir in den frühen Morgenstunden eine Verkaufshalle, in der frischer Fisch – und auch ein Hai – angeboten wurden. Auf unsere Frage, was denn mit dem Hai gemacht würde, antwortete ein Fischer:“Schillerlocken“! Wir dachten, vielleicht veralbert der Mann nervende Touristen. Doch zu Hause schlug ich in einem Nachschlagewerk den Begriff auf und tatsächlich: Schillerlocken werden aus den Bauchlappen des Dornhaies gemacht.
    In späteren Jahren stand ich einmal an der Fisch-Verkaufstheke eines Supermarktes. Die vor mir stehende Kundin fragte die Verkäuferin:“Woher stammen denn diese Schillerlocken?“ – Schulterzucken bei der Verkäuferin….“Vom Dornhai“kommentierte ich vorwitzig aus der zweiten Reihe. Entsetzter Blick von der Kundin….sie kaufte nichts. Sehr, sehr böser Blick der Verkäuferin in meine Richtung!

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 20. Februar 2013 at 09:33
      • Antworten

      Danke dir für die humorvolle Geschichte, Margrit. LG Ingo

  1. Oh, schillernd sind die kräuselnd Locken
    und lecker ist das Räuchergut.
    Beim Kauf kann einem der Atem stocken,
    Tierschützer geraten da in Wut!*

    *da das Abtrennen der Finnen und Bauchlappen durch manche Fangflotten
    bei lebendigem Leibe geschieht, ist bei uns der Verkauf untersagt. Für Schillerloccken
    gibt es ein Selbstverpflichtung,

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 20. Februar 2013 at 09:32
      • Antworten

      Den Tierschützern ist Recht zu geben. Danke, Hans. LG Ingo

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