Zaun im Nebel (Anapäst)

Nur zum Scheine verjüngt sich der Holzzaun zum Spitz,
wo ein qualmender Nebel ihn vollends verschlingt.
Keine Spuren im Feldweg, der Schwarzdrossel Sitz
ist verwaist, weil der Vogel nicht Trübnis besingt
und ein Lied aus dem Grau ohne Zuspruch verklingt.

In dem Bilde liegt dennoch ein Maß Harmonie,
nicht die Vielfalt der Farben beschenkt unsre Sicht.
Karge Fahlschatten setzen die Monotonie
in ein anderes, wenig beachtetes Licht,
das dem Auge die Schneise für Grauwelten bricht.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © SueSchi / www.pixelio.de

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4 Kommentare

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    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 11. Februar 2013 at 08:51
    • Antworten

    „Ein Lied aus dem Grau verklingt ohne Zuspruch“ – doch dieses Gedicht erhält großen Zuspruch und Applaus !

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 11. Februar 2013 at 16:46
      • Antworten

      Margrit, herzlichen Dank für den Kommentar (und für den Applaus). LG Ingo

  1. Er schreibt es auch in Anapäst,
    wenn man den Ingo einfach läßt!
    Experimente mit Versmaß
    machen offenbar auch Spaß.
    Ich, der ich Dichteramateur,
    tu mich bekanntlich damit schwer!

      • Rosmaringo
      • Ingo Baumgartner on 11. Februar 2013 at 16:48
      • Antworten

      Danke für den Sechszeiler Hans! Dein letzter Vers entspricht nicht den Tatsachen. LG Ingo

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