Hund mit Hut

Hier lieg´ ich bei den TIERGESCHICHTEN,
mir aufgestülpt ein bunter Hut.
Bin ich gefragt worden? Mitnichten!
Was Mensch gefällt, tut Hund auch gut?

Bin doch auch ohne Hut ganz süß,
schwarzweiß mein weiches Kuschelfell.
Warum man mich nicht so beließ?
Der Grund heißt Fasching – laut und grell!

Den ganzen Tag tarää…tarää…,
es brummt mein kleiner Hundekopf.
Mir tuen schon die Ohren weh,
was bin ich für ein armer Tropf!

Was Menschen wollen, ist mir heilig
und doch beschleichen Zweifel mich.
Karnevalisten sind sooo peinlich,
verhalten sich absonderlich:

Laufen herum mit Katzenohren,
Vampirzähnen und Cowboyhut.
Haben letzten Verstand verloren,
grölen herum voll Übermut.

Tanzen wild den Konfettireigen,
von Luftschlangen wird man verfolgt.
Sollte das alle Zeit so bleiben,
wär´ jeder Hund extrem vergrollt.

Noch halt´ ich durch als Spaßfigur
und Hoffnung spricht aus Menschenmund.
Bis Aschermittwoch geht das nur,
dann bin ich endlich wieder Hund.

(„Klage“ des kleinen Hundes auf der Tiergeschichten-Startseite)




Autor: Margrit Baumgärtner

margritbaumgaertner@web.de


Fotograf/Künstler: © Klaus-Peter Tuchscherer / www.pixelio.de

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3 Kommentare

  1. Ganz toll…Inhalt und Gedichtform typisch Margrit wieder wunderbar! auch das Foto zum Aufhängen.

  2. Ja, ich weiß: Das Gedicht bezieht sich auf das Foto, das zur Faschingszeit unser Titelbild ziert. Ich bin aus technisch-organisatorischen Gründen an dieses Motiv nicht rangekommen. Diese Datenbank hätte mich erst am Freitag als Nutzer freigeschaltet – da ist die Fasnet vorbei. Jetzt hab ich ein Ersatzmotiv von pixelio genommen.

      • Baumgaertner
      • Margrit Baumgärtner on 12. Februar 2013 at 09:32
      • Antworten

      Das ist ja auch gar nicht schlimm, der andere Hund mit Hut und Schaal passt mindestens genau so gut!

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