Wirklich genügsam …

So weit der Blick zum Horizont!
Die Steppe, frostig, schneebedeckt,
von Menschen scheinbar unbewohnt
und jedes Grün hat sich versteckt.

Dort treiben SAMEN Rentierherden,
ein Aberwitz scheint´ s uns zu sein,
wie sollen Tier satt dort werden?
Man sieht kein einziges Halmelein!

Doch mit den Hufen scharren lose
aus jener schneebedeckten Flur
sie spärlich Flechten und auch Moose.
Man fragt: wie überleben sie hier nur?

Trotzdem geschieht ´s, daß ganze Herden
entgegen dem frugalen Mahl
den Frühling noch erleben werden.
Erzähl‘s uns satten Menschen mal!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Kerstin Dunst / www,pixelio.de

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1 Kommentar

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 30. Januar 2013 at 08:28
    • Antworten

    Solche Genügsamkeit bei eisiger Kälte ist schon erstaunlich.
    Sehr schöne Gedicht-Idee !

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