Pferdeflüstern

Bin nicht begabt im „Hundeflüstern“
und Katzen hören gar nicht zu.
Doch geht´s um Hufe oder Nüstern,
lässt mir das „Flüstern“ keine Ruh´.

Ganz wortlos sind die Rituale,
denn Sprache ist nur „Wort-Radau“.
Das Pferd liest stets Körpersignale
und diese sieht es sehr genau.

Blicke und Gesten, Drehen, Wenden,
so geht das Pferde-Alphabet.
Durch Körperspannung Richtung ändern,
das ist es, was das Pferd versteht.

So funktioniert die Pferdeherde,
die Leitstute hat Führungskraft.
„Spricht“ Mensch in ähnlicher Gebärde,
ist Kommunikation geschafft.

Dann folgt das Pferd mit Urvertrauen,
versteht das zweibeinige Tier.
Auf dieser Basis kann man bauen…
Pferd-Mensch sind dann ein starkes Wir.




Autor: Margrit Baumgärtner

margritbaumgaertner@web.de


Fotograf/Künstler: © Templermeister / www.pixelio.de

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2 Kommentare

  1. was für ein starkes Gedicht!! Ja, die Margrit kann es eben. Schön, so ein Gewinn für die tiergeschichten.de Seite

      • Baumgaertner
      • Margrit Baumgärtner on 9. Januar 2013 at 14:35
      • Antworten

      Danke, Hans! Das Gedicht ist nur eine spontane Idee gewesen, nachdem wir uns bei „Ewige Feindschaft“ über das eventuelle „Hundeflüstern“ ausgetauscht hatten….Aber „geflüstert“ wird ja nie, weder beim Hund, noch beim Pferd. Das Thema ist so komplex, das es eher eine Geschichte werden müsste.

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