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Rosmaringo

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Der Rotkehlich

Ein Rotkehlchen, schon in die Jahre gekommen,
hat sämtliche Sprossen der Leiter erklommen,
die Würde verleiht, auch im Vogelgeschlecht.
Da passt halt ein –chen an der Kehle sehr schlecht.

Es rauchen die Köpfe der Ornithologen,
sie spannen für neue Benennung den Bogen
von Kehlrötling, Rothals zu Rötelhalskropf,
dann zieht einer endlich das Ass aus dem Topf.

Wir sollten in Zukunft beim Ruf der Verzückung
erkennen, wie groß ist des Vogels Bestückung
mit Jahren. Sind’s zwei oder mehr und du weißt,
dass dieses Geschöpf nunmehr Rotkehlich heißt.

Oder willst du Männchen oder Weibchen genannt werden?




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © chocolat01 / www.pixelio.de

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1 Kommentar

  1. Hans Witteborg

    Unser Ingo, Vogelfreund,
    es scheint als wenn er ernst es meint.
    Die Mafia im bösen Tun*
    wird aber trozdem wohl nicht ruhn!

    *als Rache für das Brechen der Umberta
    schnitt man den Opfern gern die Kehle durch.
    Es entstand so der Ausdruck „Rotkehlchen“
    Daran werden auch die Namensgeber der Ornithologen nichts ändern.
    Tolles Gedicht, Ingo!

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