Warten aufs Christkind

Mit gar mitleidsvollem Blick
schaut das Kind zum Fenster raus.
Was hat es doch für ein großes Glück,
denn warm ist‘s hier im Winterhaus.

All die Vögel müssen frieren.
Draußen hier im kalten Schnee.
Im warmen Stübchen nichts riskieren,
muss sie, wie doch Has und Reh.

Bald schon flackern tausend Kerzen,
am hohen Baume strahlend fein.
Umarmen mich die Eltern, herzen
im weihnachtlichen Lichterschein.

Es tönen wundervolle Lieder,
hier durch unser Weihnachtszimmer.
Ja und alle Jahre wieder
wird d’rauf das Warten immer schlimmer.

So schaut sie lang den Vöglein zu.
Das Füttern sie jetzt gut bewacht.
Dann kommt die Dämmerung im Nu.
Herniedersinkt die heilige Nacht.




Autor: Heidi Schmitt-Lermann

heidi.schmitt-lermann@tier-zauberland.de
www.tier-zauberland.de


Fotograf/Künstler: © Heidi Schmitt-Lermann / privat

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4 Kommentare

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    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 26. Dezember 2012 at 09:48
    • Antworten

    Ein stimmungsvolles Gedicht, liebe Heidi und ein ganz bezauberndes Bild dazu ! Am heutigen 2. Weihnachtstag ist das für mich noch einmal ein großer Genuss, zumal die Familienfeste auch heute fortgesetzt werden….
    Liebe Weihnachtsgrüße!
    Margrit

    1. Danke, liebe Margrit, das ist ein sehr schöner, herzerwärmender Kommentar. Hat mich gefreut, dass es Dir gefällt.

      liebe Grüße,

      Heidi

  1. Ein ganz herziges Gedicht mit wie immer einem schönen Bild!
    Salve Heidi auf dieser Seite!

    1. ja mit einem gaaanz niedlichem Kommentar, Danke schön

      Ave Hans, morituri te salutant.

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