Mundraub

Ich seh´ dem munteren Flockentreiben
gebannt zu durch die Fensterscheiben.
Im Garten spuren Vogeltritte
ums Futterhäuschen in der Mitte,
versammelt durch den Hungertrieb,
die bunte Vogelschar. Sie blieb
ganz ungerührt, obwohl ein Gast
sich näherte in großer Hast
und mit geschickter Kletterart
den Fliederbaum erobert hat,
um mit erstaunlich Weiterhangeln
an Meisenknödeln zu gelangen.
Mit einem Knödel sehr gewitzt
das Eichhörnchen zur Erde flitzt.
Ab durch die Mitte – und im Schnee
ich nur noch seine Spuren seh`!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Dieter Kreikemeier / www.pixelio.de

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2 Kommentare

    • Rosmaringo
    • Ingo Baumgartner on 13. Dezember 2012 at 07:45
    • Antworten

    Ja Hans, dieser Gast stellt sich auch bei meinem Futterhäuschen regelmäßig ein. Gerne gelesen! LG Ingo

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 13. Dezember 2012 at 08:19
    • Antworten

    Ein originelles Gedicht vom frechen Kletterer !

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