Der Maulwurf

Der Maulwurf ist nimmersatt und schlau,
er legt sich Vorrat an in seinem Bau.
Von Würmern frisst er die Enden ab,
bewahrt den Rest, falls sie mal knapp.
Die armen Würmer können so nicht bohren,
bleiben im Bau gefangen, sind verloren.
Sie leben jedoch, als frische Kost,
für trockene Zeiten und im Frost.

Man sagt, dass Maulwürfe nützlich sind,
ich glaube nicht, dass das auch stimmt.
Hinterlassen sie doch große Haufen,
über die Gärtner sich die Haare raufen.
Die Gartenerde lockern sie zwar auf,
das täten Regenwürmer jedoch auch.
Vorausgesetzt sie blieben ungeschoren,
könnten unermüdlich die dann bohren.

Würde ich einen Maulwurf entdecken,
dann sollte der sich schnell verstecken.
Um sein Leben müsste er nicht bangen
aber ich könnt versuchen ihn zu fangen.
Wenn das gelänge, wider Erwarten,
setzt ich ihn aus im Nachbargarten.
Da ist der schönere Rasen doch,
mal sehen dann, wie lange noch.




Autor: Jörg Röschmann

joerg-roeschmann@t-online.de


Fotograf/Künstler: © Ulla Trampert / www.pixelio.de

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2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 11. Dezember 2012 at 09:27
    • Antworten

    Die armen Würmer und die armen Nachbarn—(lach)— ein lehrreiches und lustiges Gedicht !

  1. Maulwürfe sind des Gärtners Plage,
    beim BND auch… ohne Frage!
    Ein Nachbar, der den anderen neidet
    man ebenfalls am besten meidet,
    als“ Maulwurf“ ist der schnell entarnt
    so ist man sicherlich gewarnt!

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