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Hauspoet

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Füchse

Ein Fuchs, der stahl sich einst ein Huhn
und schleppte es in seinen Bau.
Er tat, was alle Füchse tun
so von Natur – man weiß ´s genau.

Der Bauer zetert „Mordio“,
ich will ´s dem Roten geben,
der zahlt mir dafür, nur mal so,
demnächst mit seinem Leben!

So mancher fühlt sich auch sehr schlau:
„Er ist ein Fuchs“, bewundert man,
„woher weiß er bloß so genau,
wie man den Staat bestehlen kann?“

Und keiner schreit hier „MORDIO“,
der „Schlaufuchs“ triumphiert
und mancher ist darüber froh,
daß man den Staat düpiert.

Ein Fuchs zu sein geht tödlich aus.
Ein „Schlaufuchs“ wird belohnt,
dem einen macht man den Garaus,
der Andere stiehlt wie er ´s gewohnt!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Unbekannt / CD mit rechtefreien Bildern

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2012/11/29/fuchse/

2 Kommentare

  1. Margrit Baumgärtner

    Einfach klasse: Fuchs und menschlicher „Schlaufuchs“! Letzterer benimmt sich oft auch wie eine Hyäne!

  2. Ingo Baumgartner

    Sehr gut beobachtet und beschrieben, Hans. Ja, so ist es. LG Ingo

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